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13.000 Urlauber sitzen im Ski-Ort Zermatt fest

Wegen akuter Lawinengefahr sitzen gut 13.000 Gäste fest, die Pisten und Wanderwege sind geschlossen. Die Stimmung im Ort sei gut, heißt es.

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13.000 Urlauber sitzen im Ski-Ort Zermatt fest

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TWITTER/@RResort2222m/via REUTERS
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Nur 5 Kilometer trennen die Ski-Ort Zermatt von der nächstgelegenen Ortschaft Täsch. Doch seit Dienstag Morgen sitzen rund 13.000 Urlauber fest. Der Grund: Akute Lawinengefahr. 

Nachdem zunächst Neuschnee gefallen war, sorgte der darauffolgende Fön für höhere Temperaturen und - ungünstige Konditionen. Die Behörden sperrten vorsorglich Bahnstrecke und Zufahrtsstraße.

Wer am Dienstag dennoch weg wollte, musste sich mit dem Hubschrauber in die nächstgelegene Ortschaft ausfliegen lassen. Alle anderen Touristen mussten sich mit Shopping- und Wellnessangeboten die Zeit vertreiben, denn auch Ski-Pisten und Wanderwege blieben geschlossen.

Diese Urlauberin sagt: "Wir sind eineinhalb Wochen zum Urlaub da, zum Skifahren. Wir haben uns sehr über die Schneemassen gefreut, die gekommen sind. Das es so viel geworden ist, hätten wir nicht gedacht. Aber das passt."

Kontrollierte Lawinensprengungen sollen den Ort zunächst wieder für den Zugverkehr zugägnlich machen, später sollen auch die Zufahrtsstraßen geräumt werden.

Ein Mitarbeiter der Bergwacht erklärte: "Wir haben Straßen gesperrt, die Bahn ist gesperrt. Wir müssen schauen, wie wir die Lawinen herunterbringen, mit Sprengungen. Und abwarten. Und dann entscheiden, eine Verbindung wieder herzustellen zwischen Zermatt und Visp."

Die Bergwacht hat im Kanton Wallis alle Hände voll zu tun. Denn auch in anderen Ortschaften galt die höchste Lawinenwarnstufe. So mussten in Visp rund 20 Menschen evakuiert werden, nachdem ihr Haus von Schlammmassen bedroht wurde.

Im benachbarten Piemont in Italien ging in der Nacht zum Dienstag eine Lawine auf ein Ferienhaus nieder - verletzt wurde aber niemand.