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Paris: Brandanschlag auf jüdisches Geschäft

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Paris: Brandanschlag auf jüdisches Geschäft

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Fast genau drei Jahre nach dem islamistischen Anschlag auf einen jüdischen Supermarkt in Paris mit vier Toten ist im Vorort Créteil ein jüdisches Geschäft abgebrannt. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Brandanschlag aus. Der Supermarkt und ein weiteres jüdisches Geschäft waren zuvor mit Hakenkreuzen beschmiert worden. Zeitpunkt und Ort des jüngsten Brandanschlags legen einen Zusammenhang zu der Serie islamistischer Anschläge im Januar 2015 nahe, bei der insgesamt 17 Menschen getötet wurden.

"Seit drei Tagen waren wir bereits mit den Gedenkfeierlichkeiten für die Anschläge von 2015 beschäftigt. Aber wenn dieses Jubiläumsdatum von dieser grausamen Tat geprägt ist, kann man nur schockiert sein", sagt Alber Elharrar, Präsident der jüdischen Gemeinschaft von Créteil.

Die Anschlagsserie begann mit dem Überfall auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" mit 12 Toten am 7. Januar. Ein Komplize der beiden Attentäter tötete danach eine Polizistin und nahm Geiseln in einem jüdischen Supermarkt.

Am Dienstagabend wird der Opfer der Geiselnahme in dem Supermarkt "Hypercacher" vor drei Jahren gedacht. An der Gedenkfeier nimmt auch Premierminister Edouard Philippe teil. Der in der Nacht zu Dienstag niedergebrannte Supermarkt in Créteil heißt ebenfalls "Hypercacher".