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Somalia: Vergessenes Ferienparadies

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Somalia: Vergessenes Ferienparadies

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Einst nannte sich Somalia die „Perle des Indischen Ozeans“: Urlauber erholten sich an den traumhaften Stränden und genossen die Wärme in dem ostafrikanischen Land. Doch als 1991 der Bürgerkrieg ausbrach, verschwand Somalia als Reiseziel von der Landkarte.

Noch immer sind Bombenanschläge, die Gewalt der al-Shabaab-Miliz und die Machtkämpfe rivalisierender Gruppen fester Bestandteil des täglichen Lebens. Reiseveranstalter Noor Hassan ist trotzdem davon überzeugt, dass Somalia künftig wieder häufiger von Touristen angesteuert wird.

„Es gibt inzwischen viele Leute, die sich wieder trauen, nach Somalia zu kommen. 2017 hatten wir fast 40 ausländische Gäste, die meisten von ihnen waren Europäer. In dieser Woche haben wir auch zum ersten Mal einen Gast aus Singapur in unserem Land begrüßt", so Hassan.

Doch die meisten Ausländer, die in den vergangenen 25 Jahren nach Somalia kamen, waren Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und Soldaten unterschiedlicher Missionen, die vergeblich versuchten, das Land zu befrieden.

„Wir haben innerhalb des Informationsministeriums ein Fremdenverkehrsamt, das sehr viel bewegt. Wir als Regierung haben den Tourismus noch nicht zu einer Aufgabe der nationalen Politik gemacht. Doch wir arbeiten daran, den Menschen den Wert dieses Wirtschaftszweiges zu veranschaulichen". erläutert Yasir Baffo, Mitarbeiter des Informationsministeriums.

Wie viel Einfluss die Regierung Somalias im eigenen Land hat, ist angesichts der mächtigen Stämme allerdings unklar. Eine Renaissance der Perle des Indischen Ozeans ist wohl noch ein Traum.