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Schneechaos in den Alpen

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Schneechaos in den Alpen

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Rund 13 000 Feriengäste sind in Zermatt in der Schweiz, auf gut 1600 Metern Höhe, wegen Schneemassen und Lawinengefahr von der Außenwelt abgeschnitten.

Über eine Luftbrücke per Hubschrauber sind einige Touristen ausgeflogen worden. Die meisten Gäste harren aber aus und warteten darauf, dass die Skipisten wieder geöffnet werden:

"Es war ein bisschen nervig heute Morgen. Es gab keinen Strom in unserem Hotel. Wir konnten nicht frühstücken und wir wussten nicht, was los war. Aber schließlich wurde uns klar, dass es über Nacht viel Schnee gegeben hat. Es ist in Ordnung".

Ungewöhnlich viel Schnee hat auch in den italienischen Alpen für Chaos gesorgt. Zahlreiche Straßen sind wegen Lawinengefahr gesperrt.

Im Wintersportort Sestriere im Piemont verschüttete eine Lawine ein Ferienhaus. Die Schneemassen hatten sich ihren Weg durch die Fenster der Unterkunft gebahnt, verletzt wurde aber niemand:

"Die Bewohner hatten natürlich ein wenig Angst, als der Schnee ins Haus kam. Aber es war schnell vorbei und es war keine wirklich ernste Situation. Natürlich hat das Gebäude etwas gelitten, aber der Schaden hält sich in Grenzen".

Mit kontrollierten Lawinensprengungen wollen die Einsatzkräfte die Schneemassen ins Tal bringen.

In vielen Gebieten können diese Sprengungen ferngesteuert ausgelöst werden, da an den Hängen für diesen Zweck schon in den Sommermonaten Leitungen gelegt wurden.