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#MeToo: Michael Douglas weist Vorwürfe zurück

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#MeToo: Michael Douglas weist Vorwürfe zurück

#MeToo: Michael Douglas weist Vorwürfe zurück
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REUTERS/Carlo Allegri
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US-Schauspieler Michael Douglas ist möglichen Vorwürfen sexueller Belästigung zuvorgekommen. Der zweifache Oscar-Gewinner habe erfahren, dass eine Frau, die vor mehr als 30 Jahren für ihn gearbeitet hätte, Vorwürfe erhoben habe. Douglas ging damit sofort zu dem Film-Portal "Deadline.com".

Die ehemalige Angestellte behaupte unter anderem, das der Filmstar damals vor ihr masturbiert habe. Douglas zufolge ist das eine "komplette Lüge". Sie sei eine Bloggerin, die jetzt ein Buch über ihr Leben veröffentlichen wolle und ein Kapital über Douglas plane. "Vielleicht ist sie verärgert, dass ich sie damals gehen ließ...", sagte der Produzent im Interview.

Der 73-Jährige wolle die Kontrolle über diese Geschichte behalten und ging darum an die Presse - vor allem auch für seine Frau Catherine Zeta-Jones und die zwei gemeinsamen Kinder, so der Schauspieler: "Der Teil der mir am meisten wehtut, ist, dies alles mit meiner Frau und meinen Kindern teilen zu müssen. Meine Kinder sind wirklich aufgebracht, sie müssen zur Schule gehen und sich darüber sorgen, dass dies in einem Artikel über mich erscheinen wird, in dem ich als sexueller Täter dastehe."

Vorwürfe gefährden James Francos Oscar-Nominierung

Und auch der Golden-Globe-Preisträger James Franco hat Vorwürfe der sexuellen Nötigung zurückgewiesen. Die Regisseurin Sarah Tither-Kaplan und die Schauspielerin Violet Paley hatten den 39-Jährigen kürzlich auf Twitter beschuldigt, er habe sie und weitere Frauen sexuell genötigt oder belästigt.

Bei der Golden-Globe-Verleihung trug Franco einen Anstecker der "TimesUp"-Initiative, um Solidarität mit der #MeToo-Bewegung und Opfern sexueller Übergriffe zu zeigen. In einem Interview bei der Late Night With Seth Meyers sagte der Schauspieler: "Die Anschuldigungen, die ich gelesen habe, sind nicht korrekt. Aber ich habe gelernt, dass diese Diskussion stattfinden muss. Es gibt Frauen und andere, die an solchen Gesprächen bisher nicht beteiligt waren, die mir zufolge aber daran beteiligt sein sollten. Deswegen habe ich auch diesen Anstecker getragen."

Die Vorwürfe gegen Franco kommen für den Filmstar zu einem heiklen Zeitpunkt: Er hofft auf eine Nominierung für den besten Schauspieler bei der anstehenden Oscar-Verleihung. Bis Freitag kann abgestimmt werden.

Als Reaktion auf die Vorwürfe der beiden Frauen hatte die New York Times am Dienstag eine mit Franco geplante Veranstaltung abgesagt, bei der er über seinen aktuellen Film "The Disaster Artist" sprechen sollte.

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