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22.000 unterirdische Grabplätze für Jerusalem

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22.000 unterirdische Grabplätze für Jerusalem

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Hier, am westlichen Stadtrand von Jerusalem soll bald ein unterirdischer jüdischer Friedhof entstehen. Bis zu 22.000 Menschen könnten nach seiner Fertigstellung dort ihre letzte Ruhestätte haben. Die Idee dazu stammt von Arik Glazer. Er ist Chef der Firma Rolzur Tunneling:

"Mir kam die Idee, weil ich jeden Tag von Tel Aviv zur Arbeit nach Jerusalem gefahren bin. Und das erste, was man da sieht, ist der Friedhof. Das sieht schrecklich aus."

In Israel sind Einäscherungen unüblich, so dass es besonders in dicht besiedelten Gebieten kaum noch freie Grabplätze gibt.

Das ambitionierte Projekt soll das Platzproblem der Grabstätten in Jerusalem lösen - die Tunnelbaufirma will den Komplex noch in diesem Jahr fertig stellen.  Er umfasst zwölf klimatisierte Tunnel mit je drei Stockwerken, die mit Aufzügen erreichbar sein sollen.

Rund 50 Millionen Euro sind für den Bau vorgesehen, sie werden von der Beerdigungsgesellschaft der jüdischen Gemeinschaft Jerusalems übernommen. Diese hofft, dass vor allem im Ausland lebende Juden sich eine der vergleichsweise kostengünstigen Gräber sichern werden. Erste Reservierungen liegen bereits vor.