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Airbus Bestellkönig, Boeing liefert mehr aus

Trotz der Flaute beim Riesen-Airbus A380 hat der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus nach einem fulminanten Endspurt seinen größeren Rivalen Boeing bei den Flugzeugbestellungen 2017 ein weiteres Mal abgehängt

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Airbus Bestellkönig, Boeing liefert mehr aus

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Trotz der Flaute beim Riesen-Airbus A380 hat der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus nach einem fulminanten Endspurt seinen größeren Rivalen Boeing bei den Flugzeugbestellungen 2017 ein
weiteres Mal abgehängt. So zählte der europäische Flugzeugbauer nach Abzug von Stornierungen 1.109 Aufträge, 52 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Boeing hatte in der vergangenen Woche 912 Orders gemeldet.

Meinung

A380: «Ganz ehrlich: Wenn wir keinen Deal mit Emirates aushandeln können, gibt es glaube ich keine andere Wahl, als das Programm zu beenden»

John Leahy Airbus-Verkaufschef

Bei den Auslieferungen lagen die Amerikaner allerdings mit 763 Maschinen wie erwartet zum sechsten Mal hintereinander vorn. Airbus übertraf mit 718 Flugzeugen aber das eigene Ziel, mindestens 700 Maschinen an die Kunden zu übergeben, so der französisch-deutsche Konzern. Der europäische Flugzeughersteller hatte bis zuletzt mit Problemen seiner Zulieferer zu kämpfen. Das galt vor allem für den US-amerikanischen Triebwerksbauer Pratt & Whitney und seinen Antrieben für den modernisierten Mittelstreckenjets A320neo. Die Lösung der Triebwerksprobleme verzögerte auch die
Auslieferung der Flugzeuge.

Und der A380 droht in ein Luftloch zu steuern: Ohne eine neue Bestellung der Golf-Airline Emirates
steht der weltgrößte Passagierjet nach Angaben von Airbus-Verkaufschef John Leahy vor dem Aus. «Ganz ehrlich: Wenn wir keinen Deal mit Emirates aushandeln können, gibt es, glaube ich, keine
andere Wahl, als das Programm zu beenden», sagte «Eine-Billion-Dollar-Mann»
und Vorruheständler Leahy in einer Telefonkonferenz. Insgesamt hat Großkundin
Emirates 142 A380-Jets bestellt, fast die Hälfte aller jemals georderten
A380, einen neuen Großauftrag auf der Luftfahrtmesse in Dubai aber storniert.

su mit Reuters, dpa