Eilmeldung

Eilmeldung

Zu warm! Die Klimaanalyse für 2017 ist da

Sie lesen gerade:

Zu warm! Die Klimaanalyse für 2017 ist da

Zu warm! Die Klimaanalyse für 2017 ist da
Schriftgrösse Aa Aa

Gute Vorsätze zum Jahreswechsel: Weniger Klima erwärmen. Zum neuen Jahr hat der europäische Klimabeobachtungsdienst Copernicus seine Auswertung der Daten von 2017 vorgelegt. Wir machen es kurz: Es war heiß, zu heiß.

2017 war das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, meldet Copernicus. Wärmer waren nur die Jahre, die vom Klimaphänomen El Niño beeinflusst wurden. Bei aller Diskussion um die menschliche Beteiligung am Klimawandel, an El Niño sind die Menschen jedenfalls nicht schuld (auch, wenn menschliche Einflüsse möglicherweise Auswirkungen auf den Verlauf von El-Niño-Ereignissen haben). Schuld des Homo sapiens ist allerdings, dass vorläufigen Daten zufolge der weltweite Kohlendioxidausstoß wieder gestiegen ist.

Klimaphänomene

Ob in der Karibik oder Irland, zu den Wetterphänomenen 2017 gehörte eine ganze Reihe von Wirbelstürmen. Bei Überschwemmungen in Asien kamen mehr als 1.200 Menschen ums Leben. Ausgiebige Dürren gab es in Ostafrika und im Westen der USA. Aber auch in Europa litten die Menschen unter Wasserknappheit und schweren Waldbränden.

Überhaupt war es in Europa wärmer als im langjährigen Mittel, vor allem im – eigentlich kühleren – Norden. Das Meereis ging deutlich unter den Durchschnittswert zurück. In Osteuropa war der Dezember besonders warm, in Südwesteuropa dagegen eher kalt.

In den vergangenen fünf Jahren lag die Temperatur durchschnittlich um 1,1 Grad Celsius über dem Wert aus der Zeit kurz vor der Industrialisierung. Damals erholte sich die Welt gerade von einer länger andauernden, besonders kalten Klimaperiode.

Gesponsert von Copernicus

Mehr dazu Sci-tech