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SPD-Chef Martin Schulz wirbt für neue Groko

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SPD-Chef Martin Schulz wirbt für neue Groko

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Reuters
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Martin Schulz auf Werbetour: Der SPD-Chef will seine Partei davon überzeugen, mit der Union über eine Neuauflage der Groko zu verhandeln - dabei hatte er nach der Bundestagswahl ein erneutes Bündnis mit der Union noch abgelehnt und sich für Neuwahlen ausgesprochen.

Während er und viele in der SPD-Spitze ihre Position inzwischen geändert haben, ist die Basis großteils noch skeptisch bis ablehnend.

Am Montagabend begann Schulz seine Tour bei Parteimitgliedern in Dortmund. Nicht zufällig: Der NRW-Landesverband stellt beim Sonderparteitag am Sonntag fast ein Viertel aller Delegierten.

Schulz gibt sich optimistisch

Offen und konstruktiv sei das Treffen gewesen, so Schulz im Anschluss. "Ich glaube, dass viel Nachdenklichkeit hier heute ausgelöst worden ist und dass wir in der konstruktiven Art, wie wir hier miteinander umgegangen sind, schon sehr optimistisch dem Parteitag entgegensehen können."

Auf diesem Parteitag sollen die Delegierten über Koalitionserhandlungen abstimmen. Vielen fehlt im Moment aber noch ein klarer SPD-Stempel im Sondierungskompromiss, sie wollen daher vor neuen Gesprächen erst einmal Nachbesserungen.

Jusos fürchten um Existenz der SPD

Andere, etwa Juso-Chef Kevin Kühnert, lehnen eine neue Große Koalition mit CDU und CSU indes komplett ab. "Wir sind der Überzeugung, dass ein 'Weiter so' mit einer Großen Koalition die Existenz der SPD, zumindest als Volkspartei in Deutschland, gefährden würde."

Während Schulz in Dortmund war, erteilte die Spitze der Berliner SPD neuen Verhandlungen schon mal eine Absage. Die Brandenburger sprachen sich hingegen dafür aus

CSU: "Wir wollen die Große Koalition"

Ebenfalls dafür ist die Union. Nach der CDU gab auch die CSU am Montagabend grünes Licht. CSU-Chef Horst Seehofer unmissverständlich: "Wir wollen die Große Koalition." Allerings gab die Union auch eines klar vor: Neuverhandlungen über den bei den Sondierungen gefundenen Kompromiss wird es nicht geben.