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Porno-Panik auf Hawaii

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Porno-Panik auf Hawaii

Porno-Panik auf Hawaii
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8:07 morgens, Hawaii, Samstag der 13. Januar. Das Unvorstellbare geschieht, alle Hawaiianer bekommen eine Kurznachricht: eine ballistische Rakete ist im Anflug auf das Archipel, die Menschen mögen sich in die Schutzräume begeben: alles Dasein strebt seinem Höhepunkt zu, das große Finale scheint nah. 

Der Pornoseitenbetreiber Pornhub hat eine Statistik veröffentlicht, was dann - mit ihrer naturgemäß eigenen Sicht auf die Dinge - geschah: der Traffic auf ihren Seiten brach erwartungsgemäß ein, ein Interruptus um 77 Prozent. Einerseits könnte das bedeuten, dass der Überlebenstrieb stärker ist als der Lusttrieb. Andererseits ließen sich 23 Prozent nicht schrecken, vielleicht dachte sich der eine oder andere User: jetzt erst recht? Lieber noch eine schnelle "Petite Mort" sterben, bevor sowieso alles vorbei ist. 

Als sich gegen 8:45 das Ganze als Fehlalarm herausstellt, bricht sich der Lusttrieb wieder Bahn, das Leben triumphiert. Über den zu erwartenden Nachholbedarf hinaus steigt die Nutzung weit über das übliche Maß - die Erleichterung sucht Erleichterung mit einem 48 prozentigen Zuwachs. 

Auf der Pornhub Inside Seite führte die Veröffentlichung des Charts allerdings nicht zur einer Diskussion über die Reaktionsmuster der Pornokonsumenten morgens um Acht an einem Samstagmorgen. An Stelle dessen kam es zu einer ausführlichen Diskussion, wie diese eher trockene Statistik wissenschaftlich korrekt zu lesen sei. 

Diese eher trockene Diskussion zu einem ausgesprochen saftigen Thema könnte möglicherweise Aufschluss geben über die sonstige Interessenlage der Pornhub-Nutzer. Nutzen vielleicht überproportional viele Statistiker Sexseiten? Mit harten Fakten statistisch belegt ist diese Vermutung natürlich nicht.