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Kochwelt trauert um "Monsieur Paul"

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Kochwelt trauert um "Monsieur Paul"

Kochwelt trauert um "Monsieur Paul"
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REUTERS/Robert Pratta/File Photo
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Er hat Generationen von Köchen geprägt, und wird es nach seinem Tod noch weiter tun. Paul Bocuse ist im Alter von 91 Jahren gestorben - in seinem Heimatort Collonges-au-Mont-d'Or bei Lyon, wo er 1926 auch geboren war.

Mit seinem Trikolore-Kragen und seiner hohen Kochmütze spiegelte Bocuse nicht nur die französische Gastronomie wider, sondern eine weltweit renommierte Kunst.

Der französische Präsident Emmanuel Macron schrieb auf Twitter: "Die Köche weinen in ihren Küchen, im Elysée-Palast und in ganz Frankreich. Die französische Gastronomie wird seine Arbeit fortsetzen."

Bocuse, auch von den Franzosen und seinen Angestellten liebevoll "Monsieur Paul" genannt, strahlte ab 1965 mit drei Michelin-Sternen für seine Künste. Er verlor sie nie. Der berühmte Hotel- und Reiseführer würdigte Bocuse als "den Koch des Jahrhunderts" - man trauere mit den Angehörigen.

Bocuse gehörte zu den Vertretern der "Nouvelle Cuisine" - eine Bewegung junger Köche, die die französische Kochkunst damals entstauben wollten.

Sein Drei-Sterne-Tempel L’Auberge du Pont de Collonges bei Lyon wurde zum Pilgerort für Gourmets aus aller Welt. Von Lyon aus hatte der Spitzenkoch ein wahres Imperium für Feinschmecker geschaffen. Er gründete etwa 20 Restaurants - auch in Japan, den USA und der Schweiz - und hatte viele Schüler, darunter Eckart Witzigmann oder Heinz Winkler.

Nach Angaben von mehreren Quellen litt Bocuse an Parkinson. Er soll während seines Schlafes am Vormittag "friedlich" gegangen sein. Am 11. Februar wäre er 92 Jahre alt geworden.