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Ein Jahr Trump: Hunderttausende in den USA aus Protest auf den Straßen

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Ein Jahr Trump: Hunderttausende in den USA aus Protest auf den Straßen

Ein Jahr Trump: Hunderttausende in den USA aus Protest auf den Straßen
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Hunderttausende Menschen in rund 250 Städten der USA aus Protest gegen den Staatschef auf die Straße gegangen. Vor allem in Metropolen wie New York, Los Angeles, Boston, Chicago, Denver, Philadelphia und Washington aber auch in kleineren Städten versammelten sich die Menschen mit Schildern und rosafarbenen Strickmützen in Erinnerung auch an den «Women's March», den Protest der Frauen, vor rund einem Jahr.

In Los Angeles mischten sich Hollywood-Stars wie Viola Davis und Scarlett Johansson in die Menge.

Und die Schauspielerin Olivia Munn:

"Hier und jetzt haben wir alle die Macht, dafür zu sorgen, dass unsere Töchter, Nichten, Enkelinnen, Urenkelinnen mit der Einstellung aufwachsen: Wer auf eine von uns losgeht, bekommt es mit allen zu tun."

Die pinkfarbenen Wollmützen mit Katzenohren ("Pussyhats") sind zu einem Symbol der Frauenproteste gegen Trump geworden. Auch die #MeToo-Debatte um sexuelle Belästigung war ein Anlass, auf die Diskriminierung von Frauen aufmerksam zu machen.

In New York marschierten bei strahlendem Sonnenschein mehr als 100 000 Menschen an der Westseite des Central Park entlang bis zum Bryant Park mitten in Manhattan. Whoopy Goldberg sagte: "Wir haben keinen Bock mehr."

 Bürgermeister Bill de Blasio kritisierte Trump in einer Rede an die Demonstranten scharf. «Man kann ein Land nicht anführen, indem man es spaltet.»

Und der Amtsinhaber? Trump kommentierte das Geschehen per Kurznachrichtendienst Twitter:
«Wunderschönes Wetter überall in unserem großartigen Land, ein
perfekter Tag zum Demonstrieren für alle Frauen», schrieb der
US-Präsident. «Geht raus und feiert den noch nie da gewesenen Erfolg
und das Entstehen von Reichtum der letzten zwölf Monate.»

Im vergangenen Jahr waren beim ersten «Women's March» geschätzt fünf Millionen Menschen auf die Straße gegangen.

su mit dpa