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Judo: Tunis Grand Prix 2018 - Finale

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Judo: Tunis Grand Prix 2018 - Finale

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In Tunis endete der Grand Prix 2018.

Der Mann des Tages:

Am letzten Tag des 2018er Tunis Grand Prix heißt der Mann des Tages Ben Fletcher, der das erste Grand Prix jemals für Irland geholt hat.
Mit einem spektakulären Uchi Mata, eine der am höchsten bewerten Techniken im Judo, legte er im Halbfinale den Algerier Lyes Bouyacoub auf die Matte.

Dieser Wurf war einer seiner Höhepunkte auf dem Weg ins Finale, wo er den Russen Ramazan Malsuigenov besiegte. Für den Russen war es die erste Gelegenheit überhaupt auf Gold. In einem starken, lange gleich auf laufenden Kampf mit einem Golden Score zum Finale siegte Fletcher zuletzt mit einem Waza-Ari.

Dieser Sieg ist einen doppelte Premiere – für Ben Fletcher das erste Mal auf dem Podium, und zum ersten Mal war die irische Nationalhymne in einem Grand Prix Wettkampf zu hören.
Insgesamt gingen Medaillen an 24 Nationen aus fünf Kontinenten, was deutlich zeigt: Judo ist ein globaler Sport.

Ben Fletcher: “Das ist fantastisch für das irische Judo, und es ist meine erstes Grand Prix Gold. Es war eine insgesamt gute Leistung heute. Natürlich kann ich mich immer noch verbessern. Aber es ist ein wunderbarer Tag und ich bin wirklich glücklich.”

Die Frau des Tages:

Mao Izumi ist die Frau des Tages. Die japanische Judoka strotzte vor Selbstvertrauen, in jedem Kampf lieferte sie einen Ippon, schlug die Russin Niurguiana Nikiforova im Halbfinale.

Im Finale selbst traf sie auf Karen Stevenson aus den Niederlanden, die mit der Technik der Japanerin nicht mithalten konnte. Nach einem halben Punkt dank eines Ouchi gari, einer großen Innensichel, befreite sie sich am Boden, um schlussendlich den Kampf und damit die Medaille zu gewinnen.

Für Japan war es das einzige Gold im Wettbewerb – immerhin ging die Judogrossmacht Japan dank dieses Sieges nicht mit leeren Händen nach Hause.

Ein Sieg der Gastgeber:

Aber auch Algeriens Kämpferinnen sind nicht zu unterschätzen, Nihel Cheikh Rouhou enttäuschte das heimische Publikum in Tunis nicht. In der Klasse über 78 Kilo nahm sie es im Kampf um die Bronzemedaille mit der Slowenin Anamari Velensek auf, machte ihren Waza-Ari und setzte so ihr Land auf die Liste der Medaillengewinner. Für Cheikh Rouhou war es der Moment, als sie Heldin der Nation wurde.

Nihel Cheikh Rouhou: “Es ist einen große Ehre für Tunesien, dieses Ereignis zu organisieren, und wenn Tunesier kämpfen, ist das ein besonderes Ereignis für uns alle. Natürlich habe ich auf Gold gehofft, aber ich habe Fehler gemacht und einen Kampf verloren. Ich hoffe, in Zukunft läuft es besser für mich. Zuhause zu kämpfen ist etwas anderes als im Ausland, aber ich hoffe, in Zukunft wieder Medaillen zu gewinnen.”

Die Weissrussin Maryna Slutskaya zeigte eine überzeugende Leistung, als sie die Brasilianerin Beatriz Souza in der Klasse über 78 Kilo im Finale mit einem Ippon besiegte.

Die starken Männer

In der Schwergewichtsklasse der Männer über 100 Kilo war es der Ukrainer Oleksandr Gordiienko, der den Iraner Javad Mahjoub mit einerm Waza-Ari nieder zwang.

Der Wurf des Tages:

Auch in der 90 Kilo Klasse der Männer kam es zu beeindrucken Kämpfen, der Wurf des Tages aber stammt aus dem Finale: das war der blitzschnelle Tai Otoshi, der Körperseitwurf des Kasachen Islam Bozbayev gegen den den Silbermedaillengewinner Krisztian Toth aus Ungarn. Bozbayev sicherte mit diesem Wurf das zweite Gold für sein Land bei diesem Grand Prix von Tunis.