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Todesstrafe für IS-Dschihadistin Lamia K. (50) aus Mannheim

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Todesstrafe für IS-Dschihadistin Lamia K. (50) aus Mannheim

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Im Irak ist die IS-Anhängerin Lamia K. schon am vergangenen Donnerstag zum Tod durch Erhängen verurteilt worden. Ein Gericht in Bagdad sah es als erwiesen ansah, dass die 50-jährige Angeklagte der Terrormiliz IS bei deren Taten geholfen habe und sie an einem Angriff auf irakische Sicherheitskräfte beteiligt gewesen sei. Offenbar kann dieses Urteil noch angefochten werden.

Lamia K. ist laut Gericht von Deutschland aus nach Syrien und später in den Irak gereist, um sich der Terrororganisation ISIL ‘“Islamischer Staat in Syrien und Levante”) anzuschließen. Zudem habe sie ihre beiden Töchter in die Region mitgebracht und mit IS-Kämpfern verheiratet.

Laut Angaben von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung stammt die Verurteilte aus Mannheim. Die Frau habe zugegeben, 2014 nach Syrien gereist zu sein, um für den IS aktiv zu werden. Sie lebte zunächst mit ihren beiden Töchtern in Rakka.

Lamia K. soll laut dem Recherchenetzwerk von NDR, WDR und “Süddeutscher Zeitung” im Juli 2017 zusammen mit weiteren Deutschen in der Millionenstadt Mossul von irakischen Truppen verhaftet und nach Bagdad überstellt worden sein. Gleichzeitig wurden Lamia K.s Tochter Nadia, die inzwischen ein Kind hat, sowie die deutschen Frauen Fatima M. aus Detmold und die Minderjährige Linda W. aus Pulsnitz festgenommen worden.

Die 17-jährige Linda W. wartet derzeit im Irak auf ihren Prozess, sie bezeichnet es inzwischen als dumme Idee, sich dem IS angeschlossen zu haben-.

Bei Vernehmungen durch Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) solle auch offenbar geworden sein, dass Lamia K. möglicherweise eine höhere Stellung in den Rängen der Terrormiliz eingenommen haben könnte.

Den Recherchen zufolge wurde das Auswärtige Amt über den Fall informiert. Der deutsche Botschafter in Bagdad habe in der Europaabteilung des irakischen Außenministeriums seinen Protest zum Ausdruck gebracht.