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Davos 2018: Was uns in diesem Jahr erwartet

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Davos 2018: Was uns in diesem Jahr erwartet

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REUTERS/Denis Balibouse
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Die ökonomische und politische Elite der Welt trifft beim Weltwirtschaftsforum in Davos zusammen. Nicht nur gibt es in diesem Jahr unerwartete Schneemassen, die Besucher erwarten auch viele andere interessante Programmpunkte, darunter der Besuch von US-Präsident Donald Trump.

Hochpolitisch

Alle Augen sind auf Trump gerichtet. Denn statt Kooperation setzt Trump einzig auf seine "America First"-Strategie.

Denn das Wirtschaftsgipfel wandelt sich immer mehr zu einem politischen Treffen. Zahlreiche Staats- und Regierungschefs sind angekündigt, rund 70 sollen es in diesem Jahr sein.

Neben Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britischen Premierministerin Theresa May plant die deutsche Kanzlerin Angela Merkel einen Besuch. Sie kommt am Mittwoch nach Davos, wird aber wohl vor der Ankunft des US-Präsidenten wieder abreisen. Für die Schweiz wird Bundespräsident Alain Berset erwartet.

Zum ersten Mal seit über zwei Jahrzehnten wird auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zum WEF kommen. Seine Sprecherin Margaritis Schinas hatte im vergangenen Jahr gesagt, der Luxemburger sei kein "großer Fan" des Treffens.

Unter dem Motto "Eine gemeinsame Zukunft in einer zersplitterten Welt schaffen" geht es beim 48. Wirtschaftsgipfels um die internationale Zusammenarbeit in Bereichen wie Technologie, Klimawandel und Weltwirtschaft.

Die Weltwirtschaft vor einem erneuten Zusammenbruch schützen

Wirtschaftsführer und CEO diskutieren unter anderem darüber, wie man die Weltwirtschaft vor einem erneuten Finanzcrash schützen kann.

Die Suche nach einem Gleichgewicht zwischen "globaler Zusammenarbeit" und protektionistischer Politik zur Verhinderung des "Zusammenbruchs der Weltordnung" steht auf der Tagesordnung.

Mit diesem Ziel vor Augen sollen Wege gefunden werden, durch die mehr Menschen von den Vorteilen des Welthandels profitieren. Zudem sollen die Volkswirtschaften vor dem Zusammenbruch durch schlecht verwaltete Rentensysteme geschützt werden.

Umweltschutz zählt

Ein weiteres wichtiges Diskussionsfeld ist die Umwelt und die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, durch das die Erderwärmung um 1,5 bis 2 Grad Celsius verringert werden soll.

Diesbezüglich sollen Recyclinginitiativen in Gemeinden gefördert werden, um den Abfallmassen weltweit Herr zu werden.

"Vierte industrielle Revolution"

Ebenfalls ganz oben auf der Agenda stehen in diesem Jahr die "aufkommenden Technologien"(Englisch: emerging technologies) und die Frage, wie sie die Produktivitätsmuster verändern werden.

Die Teilnehmer des Forums werden darüber diskutieren, wie neue Technologien die Arbeitswelt verändert haben und wie sich die Gesellschaft daran anpasst.

Erstmals steht auch die Bekämpfung der Geschlechterkluft auf der Agenda von Davos. Zum ersten Mal in den 48 Jahren des WEF führen ausschließlich Frauen den Vorsitz des Forums.

Zu den weiblichen Ko-Vorsitzenden gehören in diesem Jahr die Direktorin des Internationalen Währungsfonds Christine Lagarde, Norwegens Ministerpräsidentin Erna Soldberg und IBM-CEO Virginia Rometty.

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Eröffnungsrede von Premierminister Narendra Modi

Narendra Modi ist der erste indische Premierminister seit 20 Jahren, der sein Land in Davos vertritt. Er wird am Dienstag 23. Januar die Eröffnungsrede halten.

Nach einem Bericht der Times of India wird Modi von Indiens offener Wirtschaft sprechen, die bereit ist für internationale Investitionen.

Europäische Staats- und Regierungschefs

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel wird voraussichtlich am Mittwoch eine Rede zu Europa halten. Auch der französische Präsident Emmanuel Macron spricht an diesem Tag vor dem Plenum.

Donald Trumps Schlussrede

Eine weitere mit Spannung erwartete Rede ist die Schlussbemerkung von US-Präsident Donald Trump am Donnerstag, 26. Januar.

Sarah Sanders, Pressesprecherin des Weißen Hauses, sagte Trump werde seine Teilnahme am Forum nutzen, um "seine America First Agenda mit den führenden Persönlichkeiten der Welt voranzubringen".

"Auf dem diesjährigen Weltwirtschaftsforum freut sich der Präsident auf die Förderung seiner Politik zur Stärkung amerikanischer Unternehmen, amerikanischer Industrien und amerikanischer Arbeitnehmer", so eine Erklärung.

Euronews ist dabei und produizert alle Beiträge, Interviews und Reportage vor Ort: Isabelle Kumar und Oleksandra Vakulina sind für Euronews vor Ort.

Vorschau in eigener Sache

Am Donnerstag moderiert Euronews Reporterin Isabelle Kumar eine Diskussionrunde zu dem Thema "Europa zwischen Vision und Dilemma" mit den folgenden Teilnehmern: Angel Gurría, Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Maurice Lévy von der Werbeagentur Publicis, der Ministerpräsident von Polen Mateusz Morawiecki, die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Jan-Werner Müller, Politikprofessor an der Princeton University.