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Tote und Verletzte bei Syrien-Offensive der Türkei

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Tote und Verletzte bei Syrien-Offensive der Türkei

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Trotz internationaler Kritik setzt die Türkei ihren Feldzug im Nordwesten Syriens fort. Unter dem Namen „Operation Olivenzweig“ lässt Ankara dort seit mehreren Tagen Stellungen der Kurdenmiliz YPG angreifen – erst aus der Luft, mittlerweile auch mit Panzern. Kämpfer der Freien Syrischen Armee unterstützen das türkische Militär.

Die Lage rund um die nordsyrische Stadt Afrin ist unübersichtlich. Sowohl die Türkei als auch die Kämpfer der YPG melden Erfolge – aber auch Todesopfer. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von über 54 Toten auf beiden Seiten – andere Quellen von mindestens 80 Todesopfern und von hunderten Verwundeten.

Darunter sollen laut kurdischen Angaben auch Zivilisten sein. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sagte, man tue alles, um zivile Opfer zu vermeiden und die Militäroperation schnell zu beenden. Doch er sagte auch: „Die Region Afrin bleibt besetzt. Wir werden uns nicht zurückziehen. So haben wir es mit unseren russischen Freunden besprochen.“

Die kurdische Regionalregierung im Nordirak verurteilte den Militäreinsatz der Türkei scharf. „Was um Afrin passiert, ist ein Krieg gegen die Menschlichkeit“, sagte Jawidan Hassan von der Regionalregierung der autonomen Region Kurdistan. „Erdogan versucht, den Willen der kurdischen YPG zu brechen, die – im Namen der ganzen Welt – so hart gegen die IS-Terrormiliz gekämpft hat.“

Die nordsyrischen Kurden hatten – unterstützt vor allem von den USA – die Region gegen den sogenannten „Islamischen Staat“ behauptet. Für Ankara sind die Kämpfer der YPG aber selbst Terroristen – auch weil sie für ein autonomes Kurdengebiet kämpfen.