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Eine Komödie über Stalin hat in Russland keine Chance

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Eine Komödie über Stalin hat in Russland keine Chance

Stalin segnet das Zeitliche - das war im Jahr 1953
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Volga.Film
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Russland im Jahr 1953 - die letzten Tage des Josef Stalin. Eine Komödie ist es, die sich mit dem Tod des sowjetischen Diktators und dem darauf folgenden Machtkampf beschäftigt. Doch kurz vor der Russlandpremiere hat das Kulturministerium den Film "The Death of Stalin" des britischen Regisseurs Armando Iannucci verboten. Der Film verstoße gegen das Gesetz, so die knappe Begründung.

Nadejda Usmanowa arbeitet als Pressebeauftragte für die russische militärhistorische Gesellschaft: "Ganz zweifellos sollte so ein Film in unserem Land nicht gezeigt werden, denn er beleidigt unser Volk als solches, nicht nur die Menschen, die damals gelebt haben oder die als Figuren in diesem Film vorkommen, sondern auch etwa Sie und mich."

Ursprünglich sollte die britisch-französische Produktion noch in dieser Woche in den russischen Kinos anlaufen. Dumaabgeordnete hatten den Film vorab als untragbar bezeichnet und ein Verbot gefordert. Kinostart in Deutschland ist Ende März.

Bei der Weltpremiere des Films in London erkläuterte Regisseur Iannucci, was seinen Film für ihn so besonders macht: "In dieser Komödie geht es um das, was im Kreml abläuft, die Machtkämpfe, das Ringen ums Überleben. Da kommt der Witz her und auch ein wenig die Paranoia."

Stalins Schreckensherrschaft erreichte vor rund 80 Jahren ihren Höhepunkt. Viele Russen verehren ihn jedoch als den Mann, der die Sowjetunion zum Sieg über Nazi-Deutschland führte. Anfang Februar feiert Russland das Ende der Schlacht von Stalingrad, das 1943 die Wende im Zweiten Weltkrieg einleitete.

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