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Donald Trump "America first" bedeutet nicht "Amerika alleine"

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Donald Trump "America first" bedeutet nicht "Amerika alleine"

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REUTERS/Carlos Barria
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"America first" bedeute nicht "Amerika alleine". Donald Trump sagte, er sei bereit, mit allen Staaten bi-laterale Abkommen zu treffen.

Regulierung sei verschleierte Besteuerung, erklärte Trump in Davos, wo er am letzten Tag des Treffens sprach.

US-Präsident Donald Trump hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos die Unternehmen der Welt zum Investieren in den USA aufgefordert. Zuvor hatten zahlreiche Unternehmer, darunter Siemens-Chef Joe Kaeser, Trump für seine Steuerreform gelobt. Klaus Schwab, der
Gründer des Weltwirtschaftsforums, schlug bei seiner Ansprache die gleichen Töne an: Die Steuerreform werde die Weltwirtschaft ankurbeln.

Trump variierte daraufhin das bekannte „America first“ etwas:

US-Präsident Donald Trump:

"Als Präsident der USA werde ich Amerika immer an die erste Stelle setzen, genauso wie die Staatschefs anderer Länder ihr Land an die erste Stelle setzen sollten. Aber „Amerika first“ bedeutet nicht Amerika allein."

"VIELLEICHT NOCHMAL 4"

Zuvor hatte Trump in einem Interview ("CNBC") eine Beteiligung an - nachgebesserten - Freihandelsabkommen nicht ausgeschlossen und auch eine zweite Amtszeit nicht. In Freihandelsabkommen sieht der US-Präsident eine Art trojanische Pferde, um die USA zu schwächen. Als eine seiner ersten Amtshandlungen unterzeichnete Trump vor einem Jahr ein Dekret zum Ausstieg der USA aus der Transpazifischen Partnerschaft TPP zwischen 12 Staaten. Er ziehe bilaterale Abkommen vor.

Donald Trump, US-Präsident:

„Ich würde TPP ja machen, wenn wir einen viel besseren Deal kriegen würden. Wir hatten einen schrecklichen Deal. Schrecklicher Deal. NAFTA ist auch ein schrecklicher Deal, wir verhandeln es neu. Ich könnte aus NAFTA aussteigen, oder auch nicht - wir werden sehen, was passiert.“

„Ich habe viel von dem, was ich gesagt habe, erfüllt und ich bin erst ein Jahr im Amt, wissen Sie, ich meine, ich habe 4 Jahre, vielleicht nochmal 4, ok?

Das Nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA ist ein Wirtschaftsverband zwischen Kanada, den USA und Mexiko und bildet seit 1994 eine Freihandelszone auf dem nordamerikanischen Kontinent. Mit dem Inkrafttreten des Handelsabkommens wurden zahlreiche Zölle abgeschafft, viele weitere wurden ausgesetzt.

MEDIENSCHELTE

Mit lauten Buhrufen haben Zuhörer in Davos auf heftige Angriffe von US-Präsident Donald Trump auf die Medien reagiert.

Zuletzt hatten Medien berichtet („New York Times") er habe die bereits geplante Entlassung des Sonderermittlers in der Russland-Affäre Robert Mueller im Sommer vergangenen Jahres in letzter Minute abgeblasen. Nach einer Rücktrittdrohung des Rechtsberaters im Weißen Haus habe er einen Rückzieher gemacht. Trumps Kommentar in Davos „Fake news“ – alles erfunden.

US-Präsident Donald Trump:

"Erst als ich Politiker wurde, wurde mir klar, wie hässlich, gemein, bösartig und wie falsch die Presse sein kann - wenn die Kameras sich langsam ausblenden."

DAVOS

Insgesamt diskutierten in Davos mehr als 3.000 Teilnehmer aus Politik,
Wirtschaft und Gesellschaft eine Woche lang unter dem Motto «Für eine
gemeinsame Zukunft in einer zerrütteten Welt». Dabei hatten
prominente Redner wie Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs
Staatspräsident Emmanuel Macron, Indiens Regierungschef Narendra Modi
und der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau mit Nachdruck für
Freihandel und Globalisierung geworben - und sich damit indirekt
gegen Trumps Abschottungspolitik gestellt.

su mit dpa