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Bei minus 10 Grad: Nawalny-Unterstützer fordern Wahlboykott

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Bei minus 10 Grad: Nawalny-Unterstützer fordern Wahlboykott

Bei minus 10 Grad: Nawalny-Unterstützer fordern Wahlboykott
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REUTERS
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Auch in anderen russischen Städten haben Unterstützer von Putin-Kritiker Alexej Nawalny demonstriert. In Sankt Petersburg gingen am Sonntagnachmittag rund 1500 Menschen auf die Straße.

Den Menschen wird nicht ewig vorgeschrieben werden, was sie sehen, hören, lesen oder wen sie wählen sollen."

Alexandr Nabatow Journalist

Die Demonstranten trugen Blumen und streckten Plakate in die Höhe. Die Teilnehmer skandierten "Wir haben die Macht", "Boykott" und "Russland wird frei sein".

Polizisten wandten sich per Lautsprecher an die Demonstranten. Die Kundgebung sei nicht genehmigt, es bestehe die Gefahr, festgenommen zu werden, so die Sicherheitskräfte.

Auch im sibirischen Omsk zogen Nawalnys Unterstützer durch die Stadt. "Ich glaube daran, dass die dunklen Zeiten nicht ewig dauern werden. Den Menschen wird nicht ewig vorgeschrieben werden, was sie sehen, hören, lesen oder wen sie wählen sollen", so der Journalist Alexandr Nabatow. 

In manchen Städten, wie in Jekatarinburg, fanden die Demonstrationen bei eisigen Temperaturen von zehn Grad unter Null statt. Dort nahm auch Nawalnys Wahlkampfleiter Leonid Volkow, an der Demonstration teil: "Nach dieser Demonstration werden einen einen Streik organisieren, dann eine große Kampagne, um die Wahlbeteiligung zu senken und den Menschen zu erklären, dass sie gerade betrogen werden."

Landesweit wurden bei den Demonstrationen laut Menschenrechtsgruppen am Sonntag rund 250 Menschen verhaftet.

Nawalny darf nicht an der Präsidentenwahl im März teilnehmen. Die zuständige Behörde nennt eine umstrittene Bewährungsstrafe gegen Nawalny als Grund für den Ausschluss. Er kann somit nicht gegen den amtierenden Staatspräsidenten Wladimir Putin antreten, eine eine weitere Amtszeit anstrebt.