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Teslas Mega-Akku generiert 650.000 € in 2 Tagen

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Teslas Mega-Akku generiert 650.000 € in 2 Tagen

Teslas Mega-Akku generiert 650.000 € in 2 Tagen
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REUTERS/Lucy Nicholson
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Vor weniger als einem Jahr hat Tesla-CEO Elon Musk auf Twitter versprochen, ein riesiges Stromproblem in Südaustralien zu beheben. Als ob das nicht Herausforderung genug gewesen wäre, versprach er, seine weltgrößte Lithium-Ionen-Batterie innerhalb von 100 Tagen zu bauen. Sollte er das amibitionierte Vorhaben nicht einhalten, gehe das Projekt auf die Rechnung des Elektroauto-Produzenten.

Schlaflose Nächte für die Tesla-Investoren?

40 Tage vor Ablauf der selbstgesetzten Frist wurde der Akku fertig. Die Anlage gilt als Vorzeigebeispiel erneuerbarer Energie. Hunderte PowerPack 2 können gemeinsam bis zu 129 MWh speichern und bis zu  100 MW leisten. 

Die gespeicherte Energie aus Windrädern wird zu Spitzenlastzeiten teurer verkauft. Die Region im Bundesstaat South Australia ist für sehr hohe Strompreise und großflächige Stromausfälle bekannt.

Bei einem Stromausfall lassen sich mit der Batterie 30.000 Haushalte bis zu einer Stunde mit Strom versorgen. Als ein großes Kohlekraftwerk ausfiel, setzte die Energiespeicherlösung innerhalb von 140 Millisekunden ein - von Null auf 100 MW.

Wie Giles Parkinson auf Reneweconony.com.au berichtete, war der Überschuss auf dem Energiemarkt am 18. und 19. Februar so hoch, dass rund $1000 AUD pro MWh bezahlt wurden, um die Megabatterie aufzuladen. In einer Phase, in der die Nachfrage dann wieder steigt, habe man so die Energie für bis zu 14.000 AUD pro MWh weiterverkaufen können. 

Parkinson schätzt, dass Tesla und der französische Betreiber Neoen mit der freien Kapazität im System etwa 1 Million australische Dollar (umgerechnet rund 650.000 Euro) verdient hätten. 

Während dies eine gute Nachricht für die Investoren sein mag, hat die Aktion weitreichende Folgen.

Die Nachricht ist ein Wirksamkeitsnachweis

Die Tesla-Anlage ist nicht nur ein glamouröser PR-Stunt, sondern auch eine Geldeinnahmequelle. Es wird wohl dazu führen, dass weltweit ähnliche Systeme gebaut werden und die Möglichkeiten der Nutzung von wetterabhängigen, erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind verbessert wird.

Während diese Technologien mittlweile oft günstiger sind als fossile Kraftwerke, ist ihr Knackpunkt immer die Anpassungsfähigkeit an die Nachfrage.

Effiziente und kostengünstige Energiespeicherung gilt daher als heiliger Gral, auch für die Entwicklung von Elektroautos. Andere Energiespeichertechnologien als Lithium-Ionen-Batterien werden auf der ganzen Welt entwickelt, doch ihre Einführung verzögert sich wegen den Problemen beim Speichern. 

Für Australien ist das Tesla-Beispiel ermutigend genug: Ein anderes Unternehmen baut ein noch größeres 100MW/400MWh-Batteriesystem mit 3,4 Millionen Solarmodulen.

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