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Bundestag gedenkt NS-Opfer

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Anlässlich des 73. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee hat der Bundestag der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Parlamentspräsident Wolfgang Schäuble sagte, an Auschwitz scheitere jede Gewissheit. Wie zerbrechlich die Freiheit und wie fragil die zivile Gesellschaft sind, sei eine Lehre der deutschen Geschichte, so Schäuble.

„Beunruhigen muss uns, wenn ein Großteil der heute in Deutschland lebenden Juden angibt, im Alltag antisemitische Anfeindungen zu erleben. (...) wenn auf deutschen Straßen und Plätzen anti-jüdische Parolen gegrölt und israelische Flaggen verbrannt werden, wie wir es jüngst wieder erleben mussten. Das ist inakzeptabel!", so Schäuble.

Die Holocaust-Überlebende Anita Lasker-Wallfisch berichtete über ihren Umgang mit ihrer Lebensgeschichte: „Ich hatte geschworen, nie wieder meine Füße auf deutschen Boden zu setzen. Mein Hass auf alles, was deutsch war, war grenzenlos. Wie Sie sehen, bin ich eidbrüchig geworden - schon vor vielen, vielen Jahren. Und ich bereue es nicht. Hass ist ganz einfach ein Gift und letzten Endes vergiftet man sich selbst", sagte sie.

Die 92-Jährige nannte es einen Skandal, dass es in Deutschland nötig sei, jüdische Einrichtungen wie Schulen polizeilich schützen zu müssen.