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Italien unter Schock: Schießerei in Macerata rassistisch motiviert?

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Italien unter Schock: Schießerei in Macerata rassistisch motiviert?

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Nach Schüssen auf mehrere Ausländer im italienischen Macerata verdichten sich die Hinweise auf eine rassistisch motivierte Tat. 

Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 28-Jährigen, der im vergangenen Jahr für die ausländerfeindliche Lega Nord kandidierte. 

Der Mann hatte am Samstagvormittag aus seinem Auto gezielt auf dunkelhäutige Menschen geschossen. Italienische Medien berichten von sechs Verletzten, einer davon schwer. Alle seien ausländischer Nationalität, wie die Polizei bestätigte.

Eines der Opfer berichtet, er sei am Morgen Zigaretten holen gegangen, als man ihm ins Bein schoss. Der Täter schoss aus dem Auto, sein Gesicht konnte er nicht sehen.

Als die Polizei den mutmaßlichen Täter stellte, war er in eine italienische Flagge gehüllt und zeigte den faschistischen Gruß. Der Vorfall ereignet sich nur wenige Tage nach dem grausamen Mord an einer jungen Frau in Macerata. Ihre Leiche war zerstückelt in zwei Koffern gefunden worden. Hauptverdächtiger ist ein nigerianischer Einwanderer. Italienische Medien berichten über die Vermutung, bei der Schießattacke könnte es sich auf eine Reaktion auf den Mord handeln.