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Langlauf statt Taekwondo: Die größten Herausforderungen bei Olympia 2018

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Langlauf statt Taekwondo: Die größten Herausforderungen bei Olympia 2018

Langlauf statt Taekwondo: Die größten Herausforderungen bei Olympia 2018
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Es ist eine der größten sportlichen Herausforderungen seines Lebens: Der Sportler Pita Taufatofua aus Tonga wird nach den Olympischen Spielen in Rio 2016 nun auch in ein paar Tagen bei den Winterspielen in Pyeongchang an den Start gehen

Seine Taekwondo-Ausrüstung von den Sommerspielen tauscht der 34-Jährige jetzt gegen Skier ein: In Südkorea tritt er nämlich im Langlauf an. Er ist als zweiter Tongaer überhaupt bei Winterspielen dabei.

Von Rio blieb vor allem sein Auftritt mit blankem Oberkörper bei der Eröffnungsfeier im Maracanã-Stadion im Gedächtnis.

"Ich dachte mir "WOW", das sieht so schwer und so anspruchsvoll aus, das muss ich machen. Dann hab ich mich für Ski-Langlauf entschieden", erklärt der Athlet. "Es ist eine ziemliche Herausforderung für mich. Aber ich will die Leute auch dazu ermuntern, schwere und anspruchsvolle Sachen zu machen."

Taufatofua wurde in Australien geboren und wuchs in Tonga auf. Die Sportart zu wechseln bedeutet für ihn, aus seiner "Komfortzone" auszubrechen. Für eine wettbewerbsfähige Ausrüstung sammelte Taufatofua in den vergangenen Monaten Spenden.

Von Abfahrt zu Langlauf: Samir Azzimani für Marokko

Konkurrenz wird der Athlet aus Tonga von ihm bekommen: Dem franko-marokkanischen Skifahrer Samir Azzimani. In Südkorea heißt es für ihn Langlauf, aber vor acht Jahren war er bei Olympia in Vancouver... in der Königsdisziplin Abfahrt angetreten. Also auch für ihn eine neue Erfahrung.

"Ich habe gerade mit meiner Mutter telefoniert", erzählt der 40-Jährige. "Sie wünscht mir Glück und hofft, dass ich eine schöne Zeit haben werde. Und, dass Olympia bereits vorbei ist und ich mit meinem Leben in Ruhe weitermachen kann. So sind Mütter. Marokkanische Mütter vor allem. Mama, ich liebe dich!"

Aufgewachsen ist Azzimani im Großraum Paris. Bei Olympia tritt er für Marokko an. Es ist das zweite Mal, dass er bei Winterspielen an den Start geht, die Vorbereitung war dieses Mal noch härter: Er durchquerte zum Beispiel ganz Marokko auf Skirollern, trainierte in der Gemeinde Mouthe, die in einer der kältesten Regionen Frankreichs liegt, und hat dann noch einige Wochen in den Alpen verbracht.