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Wann Sie einschalten sollten: Leitfaden für die Winterspiele 2018 in Südkorea

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Wann Sie einschalten sollten: Leitfaden für die Winterspiele 2018 in Südkorea

Wann Sie einschalten sollten: Leitfaden für die Winterspiele 2018 in Südkorea
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Sportfans in Europa freuen sich seit Monaten: In Südkorea beginnen am Freitag die Olympischen Winterspiele. Auf den Bildschirmen werden so viele Wettkämpfe übertragen wie nie.

Die Großveranstaltung findet vom 9. Februar bis 25. Februar in PyeongChang statt. Mehr als 2.900 Athleten aus 92 Ländern treten in 15 Sportarten gegeneinander an, darunter Biathlon, Curling, Snowboard und Eiskunstlauf.

Bei einem so dicht bepackten Zeitplan kann man leicht den Überblick verlieren. Wir haben die wichtigsten Ereignisse zusammengefasst.

Früh aufstehen

Die Zeitverschiebung zwischen Europa und Südkorea beträgt acht Stunden. Olypmpia-Fans müssen also teilweise früh aufstehen oder lange wach bleiben, um bei dem Geschehen live dabei zu sein.

Auch schon vor der Eröffnungszeremonie am Freitag, 9. Februar, lohnt sich das Einschalten.

Am Donnerstag kurz nach Mitternacht MEZ wischen die ersten Curling-Sportler das Eis, etwas später gibt es die Qualifikationen für das Skispringen.

Die Skispringer, die zu diesem Zeitpunkt ausscheiden, müssen dann bereits rund 24 Stunden vor der offiziellen Eröffnung wieder nach Hause fliegen.

Ein Korea

Am ersten großen Wettkampftag (Samstag 10. Februar) richten sich alle Augen auf das Eis: Die gemeinsame Hockeymannschaft der Frauen aus Nord- und Südkorea nimmt es mit der Mannschaft aus der Schweiz auf.

Beide Koreas haben sich in den vergangenen Monaten angenähert. Auch bei der Eröffnungsfeier wollen die Sportler unter gemeinsamer Flagge zusammen einlaufen. 1988 hatte Nordkorea die Spiele in Seoul boykottiert.

Allerdings gab es an der Fusion auch Kritik: Weil es die einzige gemeinsame Mannschaft ist, fanden viele Südkoreaner, dass es gegenüber den anderen südkoreanischen Hockeyspielern, die deswegen nicht spielen können, unfair ist.

Eine Neuauflage von 'Cool Runnings'?

Erinnern Sie sich noch an den Film 'Cool Runnings' aus dem Jahr 1993? Die Komödie basiert auf der ersten jamaikanischen Bobmannschaft, die an den Winterspielen im kanadischen Calgary 1988 an den Start ging.

Drei Jahzehnte später sind die Frauen am Zug. Eine weibliche Mannschaft von der karibischen Insel hat sich für Olympia in Südkorea qualifiziert.

Und auch Frauen aus Nigeria schreiben Geschichte: Zum ersten Mal in der Geschichte vertreten sie das bevölkerungsreichste Land Afrikas bei den Winterspiele. Das Trio - Seun Adigun, Ngozi Onwumere und Akuoma Omeoga - bilden die Bobmannschaft Super Eagles.

Süchtig nach Olympia

Für viele Athleten ist die Teilnahme an Olympia eine große Ehre, ihre Teilnahme haben sie seit Jahren vorbereitet. Pita Taufatofua aus Tonga ist 2016 bei den Sommerspielen in Brasilien im Taekwondo angetreten.

Damit er auch in Südkorea dabei sein kann, hat er nun kurzerhand die Sportart gewechselt. Der 34-jährige Taufatofua hatte bei der Eröffungsfeier in Rio de Janeiro mit seinem durchtrainierten, eingeölten Oberkörper Blicke auf sich gezogen.

Jetzt hat er sich in der Kategorie Skilanglauf für PyeongChang qualifiziert. Er hatte mit dem Sport erst Ende 2016 begonnen.

Pita Taufatofua aus Tonga
Pita Taufatofua aus TongaReuters

Frischer (eisiger) Wind

In der klirrenden Kälte von -21 Grad Celsius finden auch vier neue Disziplinen erstmals als Olympische Disziplinen statt.

Beim 'Snowboard Big Air' fahren Teilnehmer eine Rampe herunter und performen teilweise waghalsige Sprünge, Salti oder Schrauben.

Auch der Massenstart im Eisschnelllauf, der Teamwettbewerb der Alpinen und gemischte Mannschaften beim Curling bringen frischen Wind in das Programm.

Sechs Länder sind erstmals bei Winterspielen dabei: Ecuador, Eritrea, Kosovo, Malaysia, Nigeria und Singapur.