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Militärparade in Pjöngjang

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Militärparade in Pjöngjang

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Nordkoreas Staatsfernsehen hat mit Verspätung Bilder der am Donnerstag abgehaltenen Militärparade in Pjöngjang gezeigt. Machthaber Kim Jong Un nahm sie auf dem nach seinem Großvater Kim Il Sung genannten Platz in der Hauptstadt von einem Balkon aus ab.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr fiel die Parade bemerkenswert klein und kurz aus. Südkoreanische Medien spekulierten, Kim könnte angesichts seines plötzlichen Annäherungskurses an Südkorea und der nur einen Tag später beginnenden Olympischen Winterspiele im Nachbarland die Militärparade bewusst kleingehalten haben.

Gute Stimmung auf dem Balkon: Kim Jong Un mit Generälen

Tausende von Soldaten marschierten an Kim und zahlreichen Militär- und Parteivertretern im Stechschritt vorbei. Beobachter gingen anhand der Bilder aus Nordkorea davon aus, dass die Heerschau im Vergleich zu einer großen Parade im vergangenen Jahr erheblich kürzer und weniger umfangreich ausfiel. Auch hatte Nordkorea diesmal auf einen Live-Mitschnitt verzichtet. Details der gezeigten Waffen waren zunächst unklar. Das Atom- und Raketenprogramm des Landes wird in der Region und von den USA als große Bedrohung angesehen.

US-Vizepräsident Mike Pence sagte, man hoffe durch zusätzlichen Druck - durch Sanktionen und auf diplomatischer Ebene - die Situation auf der koreanischen Halbinsel friedlich lösen zu können. Aber man schließe keine Mittel aus.

Pence ist zu den Olympischen Spielen nach Südkorea gereist. Auch Nordkorea entsendet eine Delegation, der Machthaber schickt unter anderem seine Schwester Kim Yo Jong. Ein Treffen des US-Vizepräsidenten mit der Schwester Kim Jong Uns ist nicht vorgesehen. Bei der Eröffnungszeremonie sind sie allerdings laut Sitzplan nur wenige Meter voneinander entfernt.