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Flugzeugabsturz nahe Moskau: Ursache weiter unklar

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Flugzeugabsturz nahe Moskau: Ursache weiter unklar

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Nach dem Absturz eines russischen Passagierflugzeugs mit 71 Menschen an Bord ist die Unfallursache weiter unklar. Nahe der Absturzstelle fanden Einsatzkräfte auch zwei Flugschreiber. Video-Drohnen wurden eingesetzt, um die Suche bei Eis und Schnee mit Aufnahmen der Absturzstelle zu unterstützen. Zudem sollten die Suchtrupps mit Schneemobilen ausgerüstet werden. Bislang fand man rund 400 Leichenteile auf einer Fläche von 12 Hektar Land.

Russlands Präsident Wladimir Putin setzte eine Untersuchungskommission ein: Als mögliche Unglücksursachen nannten Ermittler zunächst menschliches Versagen oder schwierige Wetterbedingungen. Auch mögliche Verstöße gegen die Flugsicherheitsvorschriften sollten untersucht werden.

Das Flugzeug der russischen Saratow Airline war am Sonntag wenige Minuten nach dem Start vom Moskauer Flughafen Domodedowo südöstlich der Hauptstadt abgestürzt.

Ziel des Unglücksflugs war die Stadt Orsk, die 1500 Kilometer entfernt nahe der Grenze zu Kasachstan liegt. Die meisten Fluggäste waren Bewohner des Gebietes Orenburg, zu dem Orsk mit rund 230.000 Einwohnern gehört.

An Bord waren Berichten zufolge auch drei Kinder und mindestens zwei Ausländer. Darunter ist auch ein Schweizer, wie das Außenministerium in Bern bestätigte. Es soll sich um einen Ingenieur handeln, der beruflich nach Orsk reisen wollte. Die Gebiet Orenburg setzte am Montag einen Trauertag an.

Das acht Jahre alte Flugzeug des Typs An-148 war nach Angaben der Airline erst im Januar durchgecheckt worden. Auch bei einer Überprüfung kurz vor dem Start seien keine Unregelmäßigkeiten festgestellt worden. Die Airline gab dennoch am Montag bekannt, die Maschinen des Typs vorerst nicht einzusetzen.