Eilmeldung

Eilmeldung

Flugzeugunglück nahe Moskau: Versagten die Instrumente?

Sie lesen gerade:

Flugzeugunglück nahe Moskau: Versagten die Instrumente?

Flugzeugunglück nahe Moskau: Versagten die Instrumente?
Schriftgrösse Aa Aa

Vereiste Geschwindigkeitsmesser könnten zum Absturz des russischen Flugzeugs mit 71 Toten bei Moskau geführt haben. Das hat eine erste Auswertung der Flugschreiber ergeben. Nach der vorläufigen Analyse seien beim Start die Instrumenten-Heizungen aller drei Messgeräte abgeschaltet gewesen. Deshalb froren sie bei zunehmender Höhe ein. Die Piloten hätten fehlerhafte und widersprüchliche Angaben zur Geschwindigkeit der Maschine bekommen.

Nach zwei automatischen Warnsignalen hätten sie den Autopiloten abgeschaltet und die Maschine von Hand zu steuern versucht. Weitere Hinweise soll die Auswertung des Sprachrekorders bringen. Das

Überstaatliche Luftfahrtkomitee MAK machte keine Angaben, ob die Instrumentenheizung automatisch oder manuell eingeschaltet wird und ob die Piloten den Fehler hätten bemerken müssen.

An der Absturzstelle suchen rund 1000 Rettungskräfte weiter nach den Opfern und nach Wrackteilen. Das Suchgebiet wurde ausgeweitet. Vor einer Kirche in Moskau gedachten Menschen der Opfer.

Die Maschine der russischen Saratow Airlines war am Sonntag wenige Minuten nach dem Start vom Moskauer Flughafen Domodedowo abgestürzt. Keiner der Insassen überlebte das Unglück. Das Flugzeug war unterwegs in die Stadt Orsk, die rund 1500 Kilometer von Moskau entfernt nahe der Grenze zu Kasachstan liegt.