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Politischer Aschermittwoch: Einschenken und austeilen

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Politischer Aschermittwoch: Einschenken und austeilen

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Beim politischen Aschermittwoch in Deutschland wird traditionell kräftig eingeschenkt und ausgeteilt. Die CSU hatte nach Passau geladen. Der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder rückte unter anderem den Begriff Heimat in den Mittelpunkt seiner Rede und forderte, den Erhalt der christlich-abendländischen Prägung in die Bayerische Verfassung aufzunehmen.

„Heimat ist nicht nur Gefühlsduselei, Heimat ist ein seelischer Anker, den ein jeder braucht. Und Politik und Medien sollten das loben und dankbar sein, dass die CSU diesen Anker setzt“, sagte Söder.

Die bayerische SPD hatte ein Nordlicht nach Vilshofen eingeladen. Der kommissarische Parteivorsitzende Olaf Scholz - noch Erster Bürgermeister in Hamburg - konnte sich einen Seitenhieb in Richtung Union als Rückblick auf die Koalitionsverhandlungen sowie eine Stichelei gegen Horst Seehofer und Angela Merkel nicht verkneifen.

Scholz sagte: „Man muss sich nur die Diskussionen in der CDU anschauen, um zu wissen, dass wir's wohl irgendwie richtig hingekriegt haben müssen. (...) Nicht nur ein bayerischer Politiker hat wohl den Zenit seiner politischen Karriere überschritten, sondern wohl auch eine Frau aus dem Norden.“

Gleichzeitig verteidigte Scholz den Koalitionsvertrag und rief die Mitglieder auf, für die Vereinbarung zu stimmen.