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Nach Florida-Amoklauf: Neue Debatte über Schusswaffen

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Nach Florida-Amoklauf: Neue Debatte über Schusswaffen

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Nach der Tat von Florida lebt auch die Debatte um strengere Waffengesetze wieder einmal auf.

Das Recht auf Waffenbesitz ist in den USA aber tief verankert; seine Anhänger sehen das Problem nicht bei den Waffen, sondern bei manchen Waffenbesitzern. In der Politik sind es zumeist Vertreter der Demokratischen Partei, also der derzeitigen Opposition, die für strengere Waffengesetze sind. Erschreckend sei das, sagt zum Beispiel Mike Thompson, einer ihrer Parlamentarier im Abgeordnetenhaus. Das Waffenrecht ist eines seiner Spezialgebiete.

Wenn er den Republikanern angehören würde, so Thompson, dann würde er sich dafür schämen, dass seine Führung das Thema nicht angehen wolle. Jeden Tag würden dreißig Menschen durch Schüsse getötet, und trotzdem heiße es immer nur, man brauche mehr Informationen.

Gegen eine solche Debatte ist Paul Ryan: Er ist von der Republikanischen Partei des Präsidenten und führt das Abgeordnetenhaus.

Ryan sagt, es sei nicht der Augenblick für Konfrontation und politische Kämpfe, sondern man müsse jetzt zusammenstehen. Das Abgeordnetenhaus stehe ebenso wie das ganze Land hinter den Menschen vor Ort.

Präsident Donald Trump ging in seinen Äußerungen auf das Thema Waffenrecht nicht ein.

Stattdessen legte er eine psychische Störung des Schützen als Grund für die Tat nahe. Er rief dazu auf, solche "Fälle" stets den Behörden zu melden.

Trump hatte vor einem Jahr eigenhändig ein Gesetz unterzeichnet, das psychisch Kranken den Erwerb von Waffen wieder erlaubte. Er nahm damit im Rahmen seiner Deregulierungs-Welle eine Verordnung seines Vorgängers Barack Obama zurück.