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Antarktis: Greenpeace fordert 1,8 Millionen Quadratkilometer Schutzzone für Krill

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Antarktis: Greenpeace fordert 1,8 Millionen Quadratkilometer Schutzzone für Krill

Antarktis: Greenpeace fordert 1,8 Millionen Quadratkilometer Schutzzone für Krill
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Mit prominienten Unterstützern an Bord wie dem US-Schauspieler David Harbour (42, «Stranger Things») ist das Greenpeace-Forschungsschiff "Arctic Sunrise" zu einer dreimonatigen Reise durch die Gewässer des Südpolarmeers aufgebrochen, um die Auswirkungen des Klimawandels, der Umweltverschmutzung und der Fischerei auf die Wildtiere dort zu dokumentieren, und um für ein vorgeschlagenes Meeresschutzgebiet zu werben.

Laut Greenpeace ist ein Schutzgebiet notwendig, um die Krillfischerei, die in das Gebiet expandieren will, fernzuhalten.

Greenpeace fordert die Schaffung eines 1,8 Millionen Quadratkilometer großen Meeresschutzgebietes im Südpolarmeer. Der spanische Schauspieler und Dokumentarfilmer Javier Bardem arbeitet an einem Dokumentarfilm über die Region und die Interessen, die sie bedrohen.

Ein Greenpeace-Aktivist Will McCallum:

"Im Laufe der Geschichte haben wir gesehen: Wann immer sich den Menschen neue Gegenden öffnen, gehen wir da hin und beuten sie aus, Beispiel Fischereiindustrie. Und die Antarktis ist da keine Ausnahme. Zur Zeit sehen wir Fischereiunternehmen auf Expansionskurs, sie fischen dieses winzige, krabbenartige Krustentier namens Krill. Und Krill stützt im Grunde genommen die gesamte Nahrungskette in diesem Gebiet. Jedes Tier in der Antarktis hängt auf irgendeine Weise von diesen winzigen Kreaturen ab.“

KRILL

Krill sind garnelenförmige Krebstiere der Ordnung Euphausiacea, knapp sechs Zentimeter groß. Sie sind Teil des Planktons (Zooplanktons).

Die bekannteste Art ist der Antarktische Krill (Euphausia superba Dana). Krill bildet riesige Schwärme. Vom Menschen wird Krill inzwischen umfangreich verwertet: Als Nahrungsmittel, in der Kosmetikindustrie, zur Arzneimittelherstellung und in der Alternativmedizin (vor allem  Krill-Öl) sowie als Futtermittel in Fischfarmen.

su mit dpa