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Italiens Wissenschaftler in Sorge

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Italiens Wissenschaftler in Sorge

Wohin steuert Italiens Wissenschaft?
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Im eigenen Land herrscht zwei Wochen vor der Parlamentswahl Euro-Skepsis. Aber italienische Wissenschaftler begeistern sich für Europa und sehen in der Union ihre berufliche Zukunft. Am europäsichen Welltraum-Forschungszentrum in Den Haag arbeiten Experten aus 22 Ländern und testen beispielsweise Weltraumsatelliten. Ein Fünftel des Personals kommt aus Italien.

"In anderen Ländern der EU werden Wissenschaftler einfach besser bezahlt als in Italien. Deshalb sind viele von ihnen gezwungen, anderswo in Europa nach beruflichen Perspektiven Ausschau zu halten", sagt ESTEC-Direktor Franco Ongaro,

Die Wissenschaftler sind in Sorge : Die Zukunft Europas ist das Wahlkampfthema in Italien. In den Umfragen liegen die Europa-Gegner zur Zeit vorne. Für viele Wissenschaftler ist aber ein Europa ohne Grenzen entscheidend für ihre Arbeit.

"Jeder für sich wäre nicht so erfolgreich wie alle 22 Länder zusammen", so Ersilia Vaudo von der europäischen Weltraumagentur ESA. "Wenn es gelingt, 500 Millionen Kilometer entfernt im Weltraum zu landen, dann deshalb, weil alle gemeinsam an diesem Ziel gearbeitet haben."

Aus Sicht der Wissenschaft steht in zwei Wochen in Italien eine Richtungsentscheidung an : Mit seinen nationalen Kompetenzzentren stellt das Land ein hohes Forschungsniveau sicher, und das, obwohl Rom im europäischen Vergleich unterdurchschnittlich viel Geld für Wissenschaft ausgibt. Setzt sich die Entwicklung fort, werden wohl noch mehr Experten das Land verlassen.