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Amazonas-Regenwald könnte zur Savanne werden

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Wenn man an den Amazonas-Regenwald denkt, denkt man an weite grüne, feuchte und geschützte Waldlandschaften, an unentdeckte Arten und an eine große Pflanzenvielfalt. Der Urwald spielt eine wichtige Rolle fürs Weltklima, doch durch die fortschreitende Abholzung, könnte der Regenwald schon bald austrocknen fürchten Forscher.

“Wenn sich das Klima verändert – durch Abholzung oder Erderwärmung – besteht das Risiko, dass mehr als 50 Prozent des Amazonas zu einer Savanne werden,“ befürchtet der brasilianische Klima-Experte Carlos Nobre.

Bis 2030 drohe der Verlust von mindestens 20 Prozent der Fläche des größten tropischen Waldes der Welt. Der Regenwald umfasst ungefähr 4.1 Millionen Quadratkilometer und bedeckt fast 60 Prozent der Fläche Brasiliens.

“Die Tatsache, dass die Abholzung des Amazonas weitergeht zeigt die Problematik und den Niedergang der Demokratie in Südamerikanischen Ländern. Demokratie funktioniert nicht mehr in Brasilien, denn die Mehrheit der Bevölkerung ist gegen die Abholzung des Amazonas, aber diese Einstellung sehen wir in der Politik in Brasilia nicht wiederspiegelt,“ so Nobre.

Man geht davon aus, dass jetzt schon ein Fünftel des Waldes zerstört ist. Die WWF spricht davon, dass illegale Rodungen und Bebauungen den Regenwald am Amazonas in den nächsten 20 Jahren sogar bis zu 55 Prozent beschädigen oder zerstören könnten.