Eilmeldung

Eilmeldung

Eishockey: Deutschland steht nach Sieg über Kanada im Olympia-Finale

Sie lesen gerade:

Eishockey: Deutschland steht nach Sieg über Kanada im Olympia-Finale

Eishockey: Deutschland steht nach Sieg über Kanada im Olympia-Finale
Schriftgrösse Aa Aa

Größter Erfolg für DEB

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft steht sensationell zum ersten Mal in einem Olympia-Finale. Die DEB-Auswahl gewann am Freitag im Halbfinale 4:3 gegen Kanada und trifft im Endspiel am Sonntag in Pyeongchang auf das Team der Olympischen Athleten aus Russland.

Es ist der größte Erfolg in der Geschichte des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB). Beim sogenannten "Wunder von Innsbruck" kam 1976 nur Bronze raus. Deutschland war als Außenseiter in die Winderspiele gestartet. Jetzt hat es gegen die Russen die Chance, Geschichte zu schreiben.

Den historischen Erfolg von Pyeongchang gegen den 26-maligen Weltmeister schossen in einem mitreißenden Match Brooks Macek (15. Minute), Matthias Plachta (24.), Frank Mauer (27.) und Patrick Hager (33.) heraus.

Zittern bis zum Schluss

Nie zuvor hatte Deutschland gegen das Mutterland des Eishockeys bei Winterspielen gewonnen - und zitterte nach einer zwischenzeitlich klaren 4:1-Führung bis zum Schluss.

Der neunmalige Olympiasieger Kanada kam gegen kam durch Gilbert Brule (29.), Mat Robinson (43.) und Derek Roy (50.) zu Toren und sorgte im Schlussdrittel für Spannung. Kanada spielt nun am Samstag gegen Tschechien lediglich um Bronze.

Gilbert Brule schickt David Wolf zu Boden

Zudem erwiesen sich die Kanadier als schlechte Verlierer. Mit einem üblen Check gegen den Kopf von David Wolf leistete sich Brule eine ganz hässliche Szene und musste nur vier Minuten nach seinem Tor zu Recht vom Eis.

Mannheims Stürmer Wolf blieb minutenlang regungslos auf dem Eis liegen, rappelte sich dann immerhin auf, um gestützt in die Kabine zu fahren. Im Schlussdrittel kam der Mannheimer sogar zurück aufs Eis.

Schon mit dem sensationellen Viertelfinal-Sieg gegen Weltmeister Schweden hatte Deutschland acht Jahre nach dem WM-Halbfinale in Köln gegen Russland (1:2) sowohl in Pyeongchang als auch in der Heimat für eine neue Euphorie gesorgt.

Für das erste olympische Halbfinale überhaupt hatte sich der DEB vor Karten-Anfragen aus dem deutschen Team kaum retten können. "Die Nachfrage ist riesig. Ich musste beim Weltverband IIHF noch einmal Karten nachbestellen", sagte DEB-Präsident Franz Reindl der Deutschen Presse-Agentur.

Im Gangneung Hockey Centre fieberten unter unter anderem die Olympiasiegerinnen Claudia Pechstein und Maria Höfl-Riesch sowie der DOSB-Vorstand mit.