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Nach Florida-Massaker: Gewerkschaft will keine bewaffneten Lehrer

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Nach Florida-Massaker: Gewerkschaft will keine bewaffneten Lehrer

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REUTERS/Carlos Garcia Rawlins
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US-amerikanische Lehrergewerkschaften haben den Vorschlag des US-Präsidenten, künftig Lehrer zu bewaffnen, zurückgewiesen.

Aus Sicht der "American Federation of Teachers" (AFT) helfe eine Bewaffnung der Lehrkräfte nicht, das Problem von Massenschießereien in den Griff zu bekommen, sie schaffe lediglich ein falsches Sicherheitsgefühl.

Trump hatte sich nach dem Massaker in Florida mit 17 Toten dafür ausgesprochen, ausgewählte Lehrer während des Dienstes zu bewaffnen: "Wir müssen unsere Schulen stärken, nicht schwächen. Eine Schusswaffen-freie Zone ist für einen Killer - oder einen Möchtegern-Killer wie eine Einladung in die Eisdiele."

Seit dem jüngsten Blutbad beraten die Schulbehörden im ganzen Land erneut, wie man gewaltsamen Übergriffen in Schulen zukünftig vorbeugen kann.

Eric Blanchard, Chef bei der Aransas Pass Police erklärt: "Ich sage nicht, dass jede Lehrkraft bewaffnet sein muss, aber einige Lehrer sollten die Fähigkeit und das Wissen haben, Gewalt mit Gegengewalt zu begegnen.

Mehr Waffenpräsenz in der Schule - für viele Pädagogen, wie Becky Pringle, ist das keine Option: "Lehrer bewaffnen? - Keine gute Idee. Ich unterrichte seit 30 Jahren Naturwissenschaften in der 8. Klasse. Ich kann mir gar nicht die Verantwortung vorstellen ist, eine Waffe zu tragen. Das, was der Präsident und andere beschreiben, klingt für mich nach einem Gefängnis."

Zwar ist man sich einig darin, dass man derartige Gewalttaten zukünftig verhindern will - doch das letzte Wort ist noch lange nicht gesprochen.