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Rom: Kolosseum blutrot wegen Christenverfolgung

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Rom: Kolosseum blutrot wegen Christenverfolgung

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In Rom ist das Kolosseum rot angeleuchtet worden, um an die weltweit verfolgte Christen zu erinnern und speziell an die christliche Pakistanerin Asia Bibi, die wegen angeblicher Gotteslästerung zum Tode verurteilt wurde und auf ihre Hinrichtung wartet.

Hunderte Menschen versammelten sich vor dem Kolosseum, das als Symbol für die frühen christlichen Märtyrer gilt. Asia Bibis Ehemann Ashiq Masih und Tochter waren als Redner geladen. Masih sagte, seine Frau sei unschuldig. Als Grund für die Verurteilung vermutet er Christenhass. "Wir werden als unrein angesehen", so Masih.

EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani nannte die Verfolgung von Christen einen "Genozid". Europa müsse die Religionsfreiheit verteidigen.

Zuvor waren Bibis Mann und Tochter bei Papst Franziskus.

Bibi sitzt seit 2010 im Todestrakt. Ihr wird vorgeworfen, sich abfällig über den Islam geäußert zu haben. Sie hatte während Arbeiten auf einer Farm Wasser für sich und die anderen Arbeiterinnen geholt. Diese forderten darauf von ihr, sich zum Islam zu bekennen, das sie sonst das Wasser nicht trinken könnten.

Es kam zu einem Streit, in dessen Verlauf Bibi gesagt haben soll, Jesus Christus sei der wahre Prophet, nicht Mohammed.

Zahlreiche Regierungen und Organisationen wie Amnesty International protestieren gegen das Todesurteil. Auf dem Weltverfolgungsindex der Hilfsorganisation Open Doors steht Pakistan auf Platz 5.