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Frankreich: Streik gegen Bahnrefrom

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Frankreich: Streik gegen Bahnrefrom

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Frankreichs Regierung will den staatseigenen Bahnkonzern SNCF reformieren. Grund: Die Infrastruktur ist veraltet, der Konzern ist unrentabel, Pendler beklagen Verspätungen. Premierminister Édouard Philippe kündigte unter anderem an, den vorteilhaften Eisenbahner-Status für Neueinstellungen abzuschaffen. Eine Kraftprobe mit den Gewerkschaften ist vorprogrammiert:

"Diese Regierung kennt wie die vorherigen keinen sozialen Dialog. Aber er wird natürlich zum Tragen kommen. Offensichtlich wird es uns nicht gelingen, uns zu einigen, und am Ende wird es natürlich Verordnungen geben", sagt der Gewerkschafter Bruno Poncet.

Und gegen dieses Schnellverfahren gehen die Gewerkschaften auf die Barrikaden: Ein für den 22. März geplanter Protesttag soll vielleicht vorverlegt werden. Die Pariser Regierung will den Bahngiganten, der einen Schuldenberg von rund 50 Milliarden Euro angehäuft hat, nach dem Vorbild Deutschlands umstrukturieren: Netz und Betrieb sollen aus einer Hand kommen. Die Bahn müsse sich zudem stärker dem Wettbewerb stellen. Bis zum Sommer soll das Unternehmen selbst Vorschläge zur Kostensenkung machen. Die französische Bahngesellschaft befördert täglich rund vier Millionen Reisende.