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Samsung S9 und S9 Plus: Das sagen Test und Kritik

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Samsung S9 und S9 Plus: Das sagen Test und Kritik

Samsung S9 und S9 Plus: Das sagen Test und Kritik
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REUTERS/Yves Herman
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Samsung bringt sein neues Luxus-Telefon Galaxy S9 auf den Markt. Vor der weltweiten Veröffentlichung am 16. März kann es in Europa jetzt vorbestellt werden.

Der Elektronikriese Samsung hat das neue Mobiltelefon am Sonntag auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt. Seither überschlagen sich die Testberichte. Wir fassen die Rezensionen und Kritiken zusammen.

Dem S8 sehr ähnlich

Auf den ersten Blick ähnelt das neue Galaxy S9 seinem Vorgänger. Das verfeinerte Design sowie einige Software-Verbesserungen dürfen Fans laut Experten allerdings überzeugen.

Stolzer Preis

Mit 841 Euro ist das S9 teurer als der Vorgänger, das S8 lag bei 799 Euro. Wer das S9 Plus erstehen will, muss noch tiefer in die Tasche greifen: stolze 997 Euro stehen hier auf dem Preisschild. Das entspricht einer Erhöhung von 100 Euro gegenüber dem S8 Plus (897 Euro).

John McCann, Journalist für Techradar findet das verhältnismäßig viel für ein "winziges Update" des S8.

S8-Designfehler behoben

Das neue Galaxy ist dem alten im Design zwar zum verwechseln ähnlich, einige kleine Unterschiede gibt es aber. Viele hatten vielleicht gehofft, dass es einen in den Bildschirm integrierten Fingerabdruck-Scanner geben würde, doch Kritiker begrüßten trotz allem die Neupositionierung unterhalb der Kamera.

Beim letzten Modell musste man den Finger ungeschickt verbiegen, um den Scanner zu treffen. Das ist vorbei", schreibt Jessica Dolcourt von CNET.

Max Parker, der für TrustedReviews.com schreibt dagegen: "Der Scanner ist immernoch einen Deut zu klein".

Die Lautsprecher im S9 kommen überarbeitet daher: Jetzt gibt es Stereo Sound - und das im Vergleich zum S8 sogar 40 Prozent lauter.

"Es klingt großartig, mit einem relativ guten räumlichen Audioeffekt", meint McCann (Techradar).

‘World-first’-Kamera-Technologie

Smartphones sind längt eine erstzunehmende Konkurrenz für Digitalkameras - da macht auch das S9 keine Ausnahme.

Das Smartphone ist das erste Smartphone der Welt - mit Ausnahme des nur in China erhältlichen Flip-Phones W2018 - mit zwei einstellbaren Blenden: von F1.5 zu F2.4.

"Die Ergebnisse sind phänomenal", schreibt Matthew Reynolds für Wired und fügt hinzu: "Samsungs raffinierte Verwendung von zwei Blenden macht es endlich möglich, bei dunklerem Licht ordentliche Fotos zu machen."

Kritiker lobten zudem eine Zeitlupenaufnahmeoption, mit der bis zu 960 Bilder pro Sekunde bei einer Auflösung von 720p aufgenommen werden können.

"Der resultierende Clip sah knackig aus und war detailliert", schreibt Reynolds, der bei der Samsung-Demonstration in Barcelona dabei war.

Doch Cherlynn Low von Endgadget ist kritischer: Während des Test habe sich das Feature "unberechenbar verhalten". Es habe gut funktioniert solange das Motiv ruhig hielt, doch häufig habe der Zeitlupenmodus nicht dann funktioniert, wenn man es erwartet habe.

iPhone-Konkurrenz: Neue und verbesserte Funktionen

Mit Apples Animoji im Hinterkopf hat Samsung AR Emoji auf den Markt gebracht, ein Feature, mit dem man benutzerdefinierte 3D-Avatare mit Selfies erstellen kann. Die Avatare können dann als ausdrucksstarke "Sticker" für Messaging-Anwendungen oder als Platzhalter für Videobotschaften verwendet werden.

Kritiker konnte diese Funktion nicht überzeugen: "Das Erlebnis war definitiv unterdurchschnittlich", schrieb Dolcourt. Sie fügt hinzu: "AR Emoji müsste viel nuancierter sein, um sich wie man selbst anzufühlen. Es müsste dein Lächeln verfolgen. Die Avatare stimmen nicht mit unseren Haut- und Haartönen überein und sind nicht in der Lage, natürlich zu lächeln, wenn wir es tun. Gruselig."

Auch Techradars McCann ist enttäuscht: "Die Qualität des Abbildes variiert sehr stark. Man muss sich fragen, ob der Charakter auf dem Bildschirm wirklich auf dem Nutzer basiert.

Samsung's virtueller Assistent Bixby verfügt im S9 auch über einige innovative neue Funktionen. Wenn die Kamera auf verschiedene Lebensmittel gerichtet wird, zeigt sie die Kalorien an. Eine geschätzte Zahl wird dann in die Samsung Health App gespeist.

Eine weitere Neuerung ist die Live-Übersetzungsfunktion, mit der beispielsweise Straßenschilder und andere Notizen in Sekundenschnelle übersetzt. Dabei muss es mit dem Internet verbunden sein. Allerdings variiert Kritikern zufolge dabei die Genauigkeit.

Brian Heater von Techcrunch schreibt: "Die Übersetzungen sind nicht gut". "Der Text sieht ein wenig so aus, als wäre er aus einer Zeitung für einen Lösegeldbrief ausgeschnitten worden".