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Vermeers "Mädchen mit dem Perlenohrring" wird gescannt

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Vermeers "Mädchen mit dem Perlenohrring" wird gescannt

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Im niederländischen Mauritshuis hat die bislang größte wissenschaftliche Untersuchung des berühmten Gemäldes "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" begonnen.

Zwei Wochen lang wird das kostbare Gemälde von Johannes Vermeer (1632-1675) mit den neuesten Techniken untersucht. Mit Scannern, Mikroskopen und Röntgengeräten soll das Bild durch alle Farbschichten hindurch, Millimeter für Millimeter analysiert und katalogisiert werden.

Die Leinwand selbst wird dabei nicht berührt. Es werden auch keine Farbproben entnommen, wie Abbie Vandivere, die Leiterin des Forschungsprojekts erklärt. "Mit dieser Art der Untersuchung erfahren wir, wie Vermeer das Mädchen zum Leben erweckte, mithilfe der Schichten, die auf die Leinwand aufgetragen wurden, von den Grund- und Farbschichten bis hin zu Glasur und Lack. Mit diesen Techniken, bei denen die Oberfläche des Gemäldes nicht berührt wird, können wir mehr darüber erfahren, was darunterliegt."

"Das Mädchen im Scheinwerferlicht" ist ein einzigartiges Projekt, an dem internationale Forscher, Universitäten und Museen gemeinsam arbeiten. Im "Goldenen Saal" des Den Haager Museums wurde dafür ein eigenes Labor eingerichtet. Hinter Glaswänden können Besucher die Forschungen an dem Meisterwerk live mitverfolgen.

Das "Mädchen mit dem Perlenohrring" ist das berühmteste Gemälde Vermeers und der Besucherliebling im Mauritshuis. Die junge Frau mit dem blauen Turban, der feinen Haut, dem rot schimmernden Mund und der matten Perle am Ohr fasziniert Menschen weltweit.