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Grabeskirche in Jerusalem nach drei Tagen wieder offen

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Grabeskirche in Jerusalem nach drei Tagen wieder offen

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Die Grabeskirche in Jerusalem ist nach drei Tagen Schließung wieder offen.

Mit der Schließung dieser für Christen äußerst wichtigen Stätte demonstrierten die Kirchen in Jerusalem – also Katholiken, Armenier und Griechisch-Orthodoxe - gegen Steuerforderungen und einen Gesetzentwurf.

Manche Leute kämen einmal in ihrem ganzen Leben hierher, sagt Pater Sinisa vom katholischen Franziskanerorden. Es sei also wichtig, die Kirche offenzuhalten. Ohne Menschen sei eine heilige Stätte nichts, nur Steine. Man sei aber eine lebendige Kirche.

Die Stadt Jerusalem fordert hohe Millionensteuern auf Grundstücke der Kirchen, die keine Gotteshäuser sind.

Außerdem will Israel zum Schutz von Bewohnern Grundstücke wieder enteignen können, die die Kirchen in Privathand verkaufen oder seit 2010 verkauft haben.

Solche Verkäufe kommen oft vor; für die Kirchen, denen in Jerusalem viel Land gehört, sind sie eine wichtige Einnahmequelle. Gegen diese Verkäufe richtet sich auch Kritik.

Beides werde nun ausgesetzt, teilte Regierungschef Benjamin Netanjahu mit. Eine Kommission unter Führung eines Ministers solle in diesen beiden Streitpunkten vermitteln.

Die Grabeskirche umschließt eine weitere Kapelle, gut zweihundert Jahre alt. An diesem Ort soll Jesus Christus nach der Kreuzigung beerdigt worden sein.

Erst vor knapp einem Jahr wurde eine umfangreiche Sanierung dieser Kapelle abgeschlossen. Dabei konnte ein Stützgerüst entfernt werden, das den Bau siebzig Jahre lang gesichert hatte.