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Putin: Russland hat Atomwaffen entwickelt, die kein anderes Land abfangen kann (Reuters)

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Putin: Russland hat Atomwaffen entwickelt, die kein anderes Land abfangen kann (Reuters)

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Sputnik/Alexei Nikolskyi/Kremlin via REUTERS
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In seiner Jahresansprache hat Russlands Präsident Wladimir Putin die russische Verteidigungsbereitschaft unterstrichen. So habe das Land Atomwaffen entwickelt, die nicht von Abwehrsystemen abgefangen werden können.

Putin präsentierte unter anderem eine 200 Tonnen schwere Interkontinentalrakete, einen atombetriebenen Marschflugkörper und einen neuartigen Torpedo. "Es geht um neue strategische Raketensysteme Russlands, die wir entwickelt haben als Reaktion auf den einseitigen Ausstieg der USA aus dem Vertrag über Raketenabwehr und die De-facto-Stationierung solcher Systeme auf dem Gebiet der USA und außerhalb der US-Grenzen", fügte der Präsident hinzu.

Innenpolitisch setzt der russische Staatschef auf neue Sozialprogramme, um den rund 20 Millionen als arm geltenden Russen zu helfen. Ihre Zahl soll innerhalb der nächsten sechs Jahre halbiert werden. So will Russland seine Ausgaben für Familien- und Kinderbetreuung um 40 Prozent erhöhen. Weiterhin will der Präsident neue Wohnungen bauen - pro Jahr ist anvisiert, für fünf Millionen Familien neuen Wohnraum zu schaffen. Hinzu kommt ein Ausbau der Infrastruktur - das Straßennetz soll saniert und ausgebaut werden.

Außerdem kündigte der Kreml-Chef in seiner Rede eine "Stärkung der Freiheit" an. So müssten demokratische Institutionen, die Zivilgesellschaft und die Gerichte gestärkt werden. "Wir müssen ein Land sein, das offen ist für die Welt, für neue Ideen und Initiativen", sagte er. Russland habe sich in den vergangenen Jahren als "demokratische Gesellschaft auf einem freien, eigenständigen Weg" präsentiert.

Zu der Rede an die Nation waren rund 1000 Vertreter aus Politik und Gesellschaft anwesend, sie wurde vom russischen Staatsfernsehen übertragen. Eigentlich hätte Putin schon im Dezember sprechen sollen, doch aus terminlichen Gründen war die Rede verschoben worden. In rund zwei Wochen, am 18. März, findet in Russland außerdem die Präsidentschaftswahl statt. Die Wiederwahl von Putin für eine vierte Amtszeit gilt als gesetzt.