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"Handelskrieg": US-Strafzölle auf Stahl

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"Handelskrieg": US-Strafzölle auf Stahl

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Die großen Wirtschaftsmächte haben mit deutlichen Drohungen auf die US-Ankündigung von flächendeckenden Strafzöllen auf Stahl und Aluminium reagiert. Europa, aber auch Kanada, Brasilien,

Mexiko sowie China kündigten drastische Gegenmaßnahmen an und mahnten Washington zur Zurückhaltung.

Arantxa Gonzales, Geschäftsführerin des Internationalen Handelszentrums, sagt: "Wenn wir uns die Geschichte anschauen, so ist dies im Jahr 2002 schon einmal passiert. Das Ergebnis war ein Verlust von US-Arbeitsplätzen. 2004 sahen wir das, 200.000 Arbeitsstellen gingen verloren. Dies war das Ergebnis des Protektionismus der Bush-Regierung zu der Zeit."

Mit der Ankündigung von Strafzöllen auf alle Stahlimporte in Höhe von 25 Prozent will Trump die heimische Industrie abschirmen.

Erik van der Marel von ECIPE (The European Centre for International Political Economy, Brüssel) erklärt: "Wenn die USA ihre Zölle auf Stahl erhöhen, dann geht der Preis auf dem Weltmarkt wahrscheinlich nach unten. Das spielt denen in die Hand, die Stahl importieren. Dann brauchen sie nich einheimischen Stahl einkaufen. Ich kann verstehen, dass es einzelne Länder in der EU gibt, die sich davor schützen wollen."

Trump hatte sein Vorgehen verteidigt und zeigte sich von der Aussicht eines "Handelskriegs" unbeeindruckt.

Axel Eggert, Direktor von EUROFER, meint: "Die USA reagieren auf China, aber sie tun es auf die falsche Art. Die EU sollte es nicht so machen. Daher ist es korrekt, wenn die EU Maßnahmen gegen die USA ergreift, denn sonst machen wir Europäer denselben Fehler wie Präsident Trump."

Die EU-Kommission könnte bereits am kommenden Mittwoch Vergeltungsmaßnahmen einleiten.