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Mobile World Barcelona

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Die Mobile World in Barcelona setzt traditionell die Themen der Branche für das kommende Jahr. Die globalen Player im Bereich Mobile stellen hier ihre neuesten Geräte, Technologien und Anwendungen vor.

Dementsprechend werden hier auch die neuen Smartphones das erste mal den Augen der Öffentlichkeit präsentiert – Samsung stellt sein neues Flaggschiff Galaxy S9 vor und LG seine AI-Smartphones.

Aber es geht nicht nur um Smartphones. Wir haben mit Mariya Gabriel, der EU-Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft über IOT, das Internet of Things gesprochen und wollten wissen, wie es um die Sicherheit bestellt ist:

Mariya Gabriel: “Wir müssen uns um verschiedene Aspekte der Bildung kümmern. 2018 habe ich die europäische Informationskampagne zur Medienkompetenz, zur Cyber Literacy, initiiert. Es ist wirklich wichtig, dass wir unsere Anstrengungen nicht nur auf junge Menschen konzentrieren. Irgendwie brauchen die Jungen diese Art Ausbildung nicht, sie wissen auch so gut Bescheid. Aber wir müssen enger mit den Eltern, mit den Schulleitern, mit den Lehrern zusammenarbeiten – das ist eine enorme Herausforderung. Der Mensch muss die Kontrolle behalten – natürlich gibt es Risiken, es gibt eine dunkle Seite, aber wenn wir es schaffen, diesen Kontrollansatz wirklich beizubehalten, wenn wir dieses menschliche Gesicht der Digitalisierung bewahren, dann können wir Erfolg haben.”

Das Inkrafttreten der Allgemeinen Datenschutzverordnung im Mai ist eines der meistdiskutierten Themen des Kongresses. Wir haben nachgefragt, wie die Balance zwischen technischer Sicherheit und Schutz Privatsphäre gewährleistet werden soll.

Mariya Gabriel: “Einerseits sagen wir ganz klar: für uns ist der Schutz personenbezogener Daten ein Grundwert der Europäischen Union. Und der bedeutet Sicherheit für die Bürger. Andererseits wünschen wir uns eine aktivere Herangehensweise bei einigen Themen – die Bekämpfung illegaler Inhalte: in unserer Gesellschaft kann es keinen Platz geben für terroristische Propaganda oder Kindesmissbrauch. Wir müssen etwas tun.”

Der Mobile World Congress ist aber nicht nur Tummelplatz der großen Marken und Branchenführer, sondern auch der innovativen Startups. Sie findet man auf der Parallelveranstaltung Four Years From Now Hier können junge Unternehmer ihre Ideen präsentieren. Hier hat jeder im Hinterkopf, das auch Facebook einmal ein Startup war.

Esteban Redolfi ist Direktor von “Four Years From Now”, er berichtet von den interessantesten Newcomer des Jahres:

Esteban Redolfi: “Dieses Jahr sind es zum Beispiel spanische Startups, die bei der Künstlichen Intelligenz an einem erstaunlichen Produkt arbeiten. Sie versuchen, den Wahrheitsgehalt einer Rede zu ermitteln. Also, wann immer jemand etwas sagt, analysieren sie die Muster und sie sagen: “Ok, du könntest bei einem Wahrheitsgehalt von 30 Prozent liegen. Anders herum – die Möglichkeit, dass du lügst, liegt bei 70 Prozent, das Risiko ist hoch. Und diese Startups haben hier Versicherungsgesellschaften getroffen, die wissen wollen, wer sie betrügt. Jetzt machen sie einen Piloten, sie bringen dieses Produkt zusammen mit einem Versicherer auf den Markt, ich kann aber nicht sagen mit wem. Aber sie starten gemeinsam ein ganz neues Produkt – und sie haben sich hier in nur zwei Tagen gefunden.”

Die großen Unternehmen nehmen Start-Ups heute viel ernster – sie suchen die Zusammenarbeit. Das war vor fünf Jahren, als “Four Years From Now” begann, noch ganz anders.

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