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Trump will Strafzölle bei Stahl- und Aluimporten

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Trump will Strafzölle bei Stahl- und Aluimporten

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US-Präsident Donald Trump will den Einfuhr von Stahl und Aluminium mit Strafzöllen belegen. Im Nachbarland Kanada und in der Europäischen Union löste das scharfe Kritik aus. Trumps Plan zufolge sollen die Zölle beim Stahl-Import bis zu 25 sowie beim Ankauf von Aluminium im Ausland bis zu zehn Prozent betragen.

Mit den Maßnahmen sollen ausländische Produzenten unter anderem in China getroffen werden, die preisgünstiges Stahl und Aluminium auf den Weltmarkt bringen. Trump will die US-Industrie stärken und Arbeitsplätze schaffen. Vorgängerregierungen warf er vor, schlechte Wirtschaftsvereinbarungen getroffen und Handel zu Ungunsten der US-Industrie erlaubt zu haben.

„Das, was jahrzehntelang zugelassen wurde, ist skandalös“, sagte Trump. „Wenn unser Land eines Tages Aluminium und Stahl nicht mehr herstellen kann und jemand das vorher angeprangert hat, wird zu dem Zeitpunkt nicht mehr viel von diesem Land übrig sein. Denn ohne Stahl und Aluminium ist unter Land nicht mehr dasselbe."

Kanadas Außenministerin Chrystia Freeland nannte die Ankündigung des US-Präsidenten inakzeptabel. Ihr Land werde Maßnahmen treffen, um seine Interessen im Handel zu schützen.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker betonte, die Europäische Union werde entschieden und angemessen reagieren, um ihre Interessen zu verteidigen. „Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie unsere Industrie durch ungerechte Maßnahmen getroffen wird, die tausende europäische Arbeitsplätze gefährden“, so Juncker.