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Ost-Ghouta: Das Leiden geht weiter

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Ost-Ghouta: Das Leiden geht weiter

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Nachdem eine von der UNO angeordnete 30 tägige Waffenruhe das Blutvergießen in Ost-Ghouta nicht stoppen konnte, rücken jetzt syrische Regierungstruppen weiter in die belagerte Rebellen-Enklave vor.

Die UNO hat am Freitag eine zweite Dringlichkeitssitzung zur Lage abgehalten, aber vor Ort gibt es kaum Hinweise auf eine Umsetzung der Waffenstillstandsvereinbarung der vergangenen Woche.

Russland hatte zuletzt eine tägliche fünfstündige Feuerpause und einen humanitären Korridor angekündigt, der aber nicht genutzt wird. Am Freitag kreisten Regierungshubschrauber über der Region und warfen Flugblätter ab, in denen die Standorte der Hilfsstationen beschrieben wurden.

Dem Regime von Bashar al Assad treu ergebene Zivilisten sollten das Gebiet verlassen können und hätten nichts zu befürchten. Die Regierungen in Moskau und Damaskus hatten den Aufständischen aber schon am Mittwoch vorgeworfen, den Korridor zu beschießen, was der Grund sei, das keine Zivilisten aus Ost-Ghouta herauskämen.

Laut den Aufständischen hätten die eingeschlossenen Menschen allerdings kein Vertrauen in die Regierungstruppen und würden deshalb weiter ausharren. Zusicherungen für freies Geleit gab es schon viele. In den vergangenen Tagen starben Hunderte durch die Bombardierung des Gebiets.

Ein Mann aus Ost-Ghouta:

"Welcher Waffenstillstand? Seht euch den Waffenstillstand an. Zehn Tage wird jetzt bombardiert, wir verstecken uns in den Kellern. Russische Luftschläge und Fassbomben. Welcher Waffenstillstand? Was für ein Regime ist das? Gott möge das rächen."

In der Region sind rund 400.000 Menschen eingeschlossen, und nachdem die Luftangriffe weiter gingen, sind die Bewohner unsicher, wem sie vertrauen können.