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Die etwas andere Wahl in Italien: Das schreiben Europas Zeitungen

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Die etwas andere Wahl in Italien: Das schreiben Europas Zeitungen

Die etwas andere Wahl in Italien:  Das schreiben Europas Zeitungen
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REUTERS/Yara Nardi
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Es war ein etwas anderer Wahlabend. Die ersten Hochrechnungen gab es erst nach 23 Uhr, denn die Italiener konnten bis zu dieser späten Stunde ihre Stimmen abgeben. Dann wollte keiner der Spitzenkandidatn mehr reagieren.

In Mailand titelt CORRIERE DELLA SERA, dass die 5-Sterne-Bewegung einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht hat und dass die Lega aufsteigt.

LA REPUBBLICA sieht ein "Italien der 5 Sterne und eine Niederlage der PD" - die Partito Democratico, das sind die Sozialdemokraten von Matteo Renzi. Mit Verlusten der PD war gerechnet worden. Die Renzi-Partei wird mit für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Italiens verantwortlich gemacht. Zudem gibt es interne Konflikte.

LA STAMPA schreibt "Di Maio gewinnt, Italien ist unregierbar".

EL PAIS meint: "Radikale Kräfte gewinnen hinzu in einem Szenario ohne klare Mehrheit". Die Zeitung aus Madrid unterstreicht, dass die Sorge, dass Italien unregierbar sei zunehme. Nach Spanien und Deutschland habe das Ende des Zwei-Parteien-Systems jetzt auch Italien erreicht.

LE MONDE aus Paris titelt: "Die Anti-Europa-Parteien ernten die meisten Stimmen"

Die FAZ schreibt in ihrer Online-Ausgabe unter dem Titel Fünf-Sterne-Bewegung triumphiert in Italien: "Es gibt viele Gewinner, aber keinen Sieger. Europakritiker und Rechtsparteien können nach der Wahl in Italien jubeln - aber vermutlich nicht regieren. Einen Dämpfer hat Ex-Ministerpräsident Berlusconi bekommen."

Für die meisten deutschsprachigen Titelseiten kamen die Wahlergebnisse aus Italien zu spät für die gedruckten Montagsausgaben. So ist auf der taz Olaf Scholz zu sehen - mit dem Spruch, der FDP-Chef Lindner imitiert.

Die Kanzler(innen)wahl in Berlin soll am 14. März 2018 stattfinden.