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Tod in Udine: Astoris Leiche wird auf Fremdverschulden untersucht

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Tod in Udine: Astoris Leiche wird auf Fremdverschulden untersucht

Tod in Udine: Astoris Leiche wird auf Fremdverschulden untersucht
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Nach dem Tod des italienischen Fußball-Nationalspielers Davide Astori hat die Staatsanwaltschaft von Udine eine Obduktion der Leiche angeordnet.

Sie solle am Dienstag im Krankenhaus von Udine durchgeführt werden, sagte der Staatsanwalt von Udine, Antonio De Nicolo. "Die Obduktion soll feststellen, ob jemand Astori etwas verabreicht hat", sagte er.

Er hob hervor, dass es sich dabei um eine "abstrakte Theorie" handle.

Die Staatsanwaltschaft hat vom AC Florenz medizinische Unterlagen über Astori angefordert.

Nach Medienberichten (TV-Sender "Rai") zufolge deuten weitere Untersuchungen vom Sonntag auf eine andere Ursache hin: Demnach habe es sich nicht um ein Herzproblem gehandelt, sondern um einen noch nicht näher benannten Schaden im Gehirn.

Andrea Della Valle, Ehrenpräsident AC Florenz:

"Es ist schwer hier zu sein, es ist eine große Tragödie. Ich weiß nicht, was ich sagen soll, denke an die Lebensgefährtin, die Tochter, die Eltern ...

Er sollte seine Vertragsverlängerung am Montag unterschreiben. Das hätte schon früher passieren sollen, aber dann sagte mir der Manager, dass er es wegen des Schnees nicht klappt. Seine Freude war, für den Rest seiner Karriere hier in Florenz zu sein,“ sagte Della Valle,

"ich bin stolz, ihn kennengelernt zu haben. Wir hatten eine sehr enge Verbindung. Er war ein wahrer Kapitän. Die ganze Stadt steht seiner Familie bei."

Der Kapitän des AC Florenz war am Sonntagmorgen tot in seinem Hotelzimmer in Udine gefunden worden. Der Oberstaatsanwalt von Udine bestätigte Medienberichte, dass der 31-Jährige einen Herzstillstand erlitten hat.

"VIEL KUMMER UND TRAUER"

Der Weltverband Fifa, aber auch andere italienische Erstligisten kondolierten unmittelbar nach Bekanntwerden des Todes. "Unsere Gedanken sind mit der Familien und den Freunden von Astori", schrieb die Fifa. Er habe die Nachricht "mit viel Kummer und Trauer vernommen", sagte der Schweizer Fifa-Präsident Gianni Infantino, "er war immer ein beispielhafter Fußballspieler, der seinen Job liebte, der es liebte, Fußballer zu sein. Gemeinsam mit der ganzen Fußballwelt möchte ich seiner Familie und der Fiorentina mein Beileid aussprechen."

Alle Auswahlmannschaften des Fußballverbandes FIGC werden in den kommenden Tagen als Zeichen der Trauer in ihren Spielen Schweigeminuten einlegen und mit Trauerflor antreten, so der Verband. Den Anfang habe Italiens U19-Team der Frauen gemacht, das am Sonntag gegen Norwegen mit Trauerflor spielte.

su mit dpa