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EU: Kein maßgeschneidertes Abkommen für Großbritannien

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EU: Kein maßgeschneidertes Abkommen für Großbritannien

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Donald Tusk, der Präsident des Europäischen Rates, hat in Brüssel dargelegt, wie sich die Europäische Union ihre künftige Beziehung zu Großbritannien vorstellt. Demzufolge strebt das Staatenbündnis ein Freihandelsabkommen an und spricht sich gegen eine nach britischen Vorstellungen maßgeschneiderte Wirtschaftsvereinbarung aus.

„Ich schlage vor, dass wir ein Wirtschaftsabkommen anpeilen, das alle Bereiche abdeckt und in dem es wie in anderen Freihandelsabkommen keine Warenzölle gibt. Es wird das erste Abkommen, das wirtschaftliche Verbindungen lockert und nicht verstärkt. Es wird den Handel zwischen Großbritannien und der EU für uns alle weder reibungsloser noch leichter, sondern komplizierter und kostspielig machen.“

Die britische Premierministerin Theresa May hatte ins Gespräch gebracht, Firmen aus bestimmten Geschäftsbereichen unverändert freien Zugang zum EU-Binnenmarkt zu gewähren. Man könne sich nicht nur die Rosinen heraussuchen, heißt es hingegen seitens der EU.

Roderick Abbott

„Ich habe keinen Zweifel, dass es im Handel zwischen Großbritannien und der EU einen Rückgang geben wird - vor allem bei Exporten in die Europäische Union“, sagt der Wirtschaftsanalyst Roderick Abbott. „Das wird nicht unmittelbar durch Handel mit einem Drittland ersetzt werden, weil das zu viel Zeit braucht. Ich glaube, für Menschen, die im Exportgeschäft beschäftigt sind, wird es unmittelbare Auswirkungen geben. Und ich bin der Meinung, dass längerfristig der Lebensstandard darunter leiden wird“. so Abbott.