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EZB sieht wirtschaftliche Abschottung als Risiko

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EZB-Präsident Mario Draghi hat den Leitzins im Euroraum unverändert auf dem Rekordtief von null Prozent gelassen. Der Chef der Europäischen Zentralbank äußerte sich besorgt über die Tendenz zu einer wirtschaftlichen Abschottung einzelner Länder: Zunehmender Protektionismus sei ein Risiko für den Wirtschaftsausblick, sagte er nach der Zinssitzung der EZB in Frankfurt:

"Es gibt eine gewisse Besorgnis über den Stand der internationalen Beziehungen, denn wenn man Strafzölle gegen Verbündete erhebt, fragt man sich, wer die Feinde sind."

Am Weltfrauentag blieben Draghi auch Fragen zum Geschlechtergleichgewicht bei der EZB nicht erspart:

"Das Geschlechtergleichgewicht muss verbessert werden, und zwar auf allen Ebenen", sagte er kurz und knapp.

Eine weitere Gefahr lauere in der Entwicklung der Währungs-Wechselkurse. Mit einiger Sorge haben die Notenbanker seit geraumer Zeit den vergleichsweise starken Euro im Blick.