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Florida: Gesetz für schärfere Waffengesetze nimmt weitere Hürde

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Florida: Gesetz für schärfere Waffengesetze nimmt weitere Hürde

Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland
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REUTERS/Angel Valentin
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Nach dem Massaker in einer High School in Florida ist der US-Staat einer Verschärfung seiner Waffengesetze ein gutes Stück näher gekommen. Das Repräsentantenhaus segnete einen entsprechenden Gesetzesentwurf ab. Durch den soll das Mindestalter bei Waffeneinkäufen von 18 auf 21 Jahre heraufgesetzt werden. Zuvor hatte der Entwurf bereits den Senat passiert.

Der Kampf der Familien

Der Angehörige Andrew Pollack, dessen Tochter Meadow bei der Tat in Parkland erschossen wurde, dankte den Abgeordneten. Es müsse aber mehr geschehen, forderte er. Das Land müsse nun mit einer Stimme sprechen, wie die Familien der 17 Opfer, die den Gesetzesentwurf unterstützten. Er wolle der letzte Vater sein, der eine solche Rede halte.

Der Gesetzesentwurf muss noch vom Gouverneur Rick Scott unterzeichnet werden. Vielen Angehörigen und Überlebenden geht er jedoch nicht weit genug. Sie hatten zum Beispiel vergeblich gefordert, Sturmgewehre zu verbieten. Der Text sieht auch vor, dass Schulpersonal, das nicht unterrichtet, Waffen tragen darf.

Die Tat

Bei dem Massaker an der High School hatte ein 19-jähriger Ex-Schüler am Valentinstag 14 Jugendliche und drei Erwachsene getötet. Er wurde nun des 17-fachen Mordes angeklagt. Dem geständigen Angeklagten droht die Todesstrafe.

Nach der Tat entbrannte in den USA erneut eine Debatte über ein schärferes Waffenrecht. Anders als bei Bluttaten im vergangenen Jahr verebbte die Diskussion aber nicht rasch, was auf das Engagement der Überlebenden des Amoklaufes zurückzuführen ist.