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Front National: Neue Form, alter Inhalt

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Front National: Neue Form, alter Inhalt

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Marine Le Pen will den Front National regierungsfähig machen und in die Mitte der Gesellschaft führen. Dazu will sie die Partei umbenennen. Einen Vorentscheid gab es auf dem Parteitag in Lille: Die 1972 gegründete Partei soll künftig Rassemblement National ("Nationaler Zusammenschluss") heißen. Per Briefwahl stimmen die Mitglieder jetzt darüber ab. Mit der Umbenennung will Le Pen nach ihrer Schlappe bei der Präsidentenwahl neue Anhänger finden.

"Das Geld der Franzosen muss zuerst an die Franzosen gehen."

Marine Le Pen FN-Vorsitzende

Auch das Kapitel des Mitgründers Jean-Marie Le Pen wurde endgültig abgeschlossen: Nach seinem Parteiausschluss verlor der Vater von Marine Le Pen jetzt auch seinen Posten als Ehrenvorsitzender der FN - der Posten wurde auf dem Parteitag kurzerhand abgeschafft.

"Wir sind nicht gegen Europa, sondern gegen die Europäische Union, d.h. gegen die föderale Organisation Europas. Und ich würde sogar sagen, dass wir gegen die Europäische Union sind, weil wir Europäer sind", sagte Marine Le Pen.

Die Ex-Präsidentschaftskandidatin bekam in Lille Rückendeckung von den Mitgliedern: Sie wurde als Parteivorsitzende für eine dritte Amtszeit bestätigt. Die gelernte Anwältin war die einzige Kandidatin.

"Die legale und illegale Einwanderung ist nicht länger tragfähig. Das Geld der Franzosen muss zuerst an die Franzosen gehen", sagte die FN-Chefin weiter.

Der neue Parteiname steht bereits in der Kritik: Ein Abgeordneter der Linksaußen-Partei "La France Insoumise" twittert, der Vorschlag erinnere an das "Rassemblement National Populaire", eine rechtsextreme Partei, die im Zweiten Weltkrieg mit den Nazis kollaboriert habe. "Kennen die FN-Verantwortlichen die französische Geschichte nicht? Oder spielen sie mit ihr?", fragt er.